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Ernährung von älteren Hunden – das gibt es zu beachten
Ernährung von älteren Hunden

Gibt es ein spezielles Hundefutter für Senioren? Ist es überhaupt notwendig, einem älteren Hund ein Seniorenfutter zu füttern? Erfahre, worauf du bei der Ernährung deines älteren Hundes achten solltest – und ab welchem Alter von einem Senior die Sprache ist.

Ab wann ist ein Hund alt?

Lüften wir erst einmal das „Geheimnis“, ab welchem Alter ein Hund zu den Senioren gehört. Nun, eine ganz pauschale Antwort gibt es gar nicht. Manche Hunde sind mit 10 Jahren noch fit wie ein Turnschuh und andere wirken bereits mit 6 Jahren wie ein Opi-Hund. Allgemein wird bei kleinen Hunden ab 9 oder 10 Jahren von einem Senior gesprochen. Bei großen Hunden beginnt die Seniorenphase früher und zwar im Alter von 7 Jahren.

Ob dein Hund bereits zu den Senioren gehört, hängt von Faktoren wie Fitness, Aktivitätslevel, Figur und anderem ab. Das Altern ist ein ganz natürlicher Prozess. Dennoch ist es für deinen Vierbeiner wichtig, dass er möglichst lange fit und gesund bleibt. Dabei kannst du ihn unterstützen.

Körperliche Veränderungen bei älteren Hunden

Bei Menschen wie auch bei Hunden geht das Altern nicht spurlos vorbei. Der Körper und manche Körperfunktionen verändern sich:

  • Der Stoffwechsel arbeitet langsamer

Bei älteren Hunden ist der Stoffwechsel nicht mehr so aktiv wie in jungen Jahren. Aus diesem Grund ist der Energiebedarf von älteren Hunden geringer. Würdest du ihn weiterhin so füttern wie bisher, käme es recht schnell zu Übergewicht. Ob ein spezielles Hundefutter für Senioren relevant ist oder ob du auf andere Weise die Ernährung umstellen kannst, das erfährst du weiter unten.

  • Mehr Körperfett und weniger Muskeln

Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil von Körperfett an. Gleichzeitig baut der Körper Muskelmasse ab. Umso wichtiger ist es, dass dein Hund auch im Alter genügend Bewegung bekommt – selbstverständlich auf ihn abgestimmt.

Fell und Haut verändern sich

Das Bindegewebe ist im Alter nicht mehr so elastisch wie in jungen Jahren. Die Haut wird zudem trockener, wodurch Krallen und Ballen spröde und rissig werden können. Bei manchen Senioren entwickelt sich eine Hyperkeratose. Dabei verdickt die Oberhaut und als Folge davon sterben Haarwurzeln ab und dies führt zu Haarausfall.

Einige Hundesenioren bekommen ein weißes Fell, besonders im Bereich des Gesichts. Das liegt daran, dass Pigmentzellen zurückgehen.

  • Gelenkbeschwerden bei älteren Hunden

Nicht jeder ältere Hund leidet an Gelenkproblemen, aber immer mehr Hundesenioren haben mit Arthrose oder anderen Beschwerden zu tun. Bei manchen Hunden tritt Osteoporose auf, wenn die Knochen demineralisieren und der Knochenstoffwechsel nachlässt. Die Demineralisierung liegt oftmals daran, dass der Darm zu wenig Kalzium aufnimmt.

  • Nachlassende Sinnesleistungen

Bei vielen älteren Hunden lassen die Sinnesleistungen nach. Das heißt, die Verbeiner hören und sehen schlechter. Ebenso können der Geschmacks- und Geruchssinn nachlassen und dies kann zu Appetitlosigkeit führen. Bei vielen älteren Hunden nimmt der Appetit allerdings zu, sodass sich relativ schnell Übergewicht einstellt.

  • Mehr dösen und schlafen

Das Bedürfnis nach Ruhe und Schlaf nimmt im Alter zu. Das solltest du deinem Vierbeiner auch gönnen. Das heißt aber nicht, dass er keine tägliche Bewegung braucht. Bewegung ist immer gesund. Du musst lediglich die Aktivität in jeder Lebensphase neu anpassen. Während dein Hund in jungen Jahren wahrscheinlich ausgiebig spazieren gehen wollte, reichen deinem Senior vielleicht jetzt kürzere Strecken in langsamen Tempo aus.

  • Zahnstein und andere Zahnprobleme

Leider haben viele Hundesenioren mit Zahnproblemen wie Zahnstein, Zahnverlust oder Zahnfleischentzündungen zu tun. Oft merkt der Hundebesitzer Zahnbeschwerden nicht, bis sie für den Hund unerträglich werden. Manchmal kannst du es daran erkennen, dass dein Vierbeiner kein Trockenfutter oder andere härteren Futterteile mehr mag. Das ist jedoch nicht immer der Fall, denn Hunde sind Meister im Verbergen von Schmerzen.

Zahnstein beim Hund

Kann der Hund sein Futter nicht mehr ausreichend zerkleinern, wirkt sich das auf die gesamte Verdauung und die Nährstoffaufnahme aus. Zum Beispiel reduziert der Körper die Produktion von Speichel, wodurch es zu Schluckbeschwerden kommt. Normalerweise werden im Maul notwendige Verdauungsschritte eingeleitet. Bei unzureichender Zerkleinerung des Futters fehlen diese. Das kann unter anderem zur Verdünnung der Darmschleimhaut führen.

Zudem erhält der Organismus keine Infos darüber, dass der Verdauungsprozess starten kann, wodurch der Körper eine kleinere Menge an Verdauungsenzymen bereitstellt, als in Zeiten ohne Zahnprobleme. Nun stehen nicht mehr genügend Enzyme bereit, wodurch der Transport des Nahrungsbreis verlangsamt ist. Außerdem kommt es zur Veränderung der Darmflora, das wiederum Verdauungsbeschwerden nach sich zieht.

  • Veränderte Verdauung bei Hundesenioren

Generell verlangsamt sich die Peristaltik (Bewegung des Magen-Darm-Traktes). Aus diesem Grund treten bei vielen alten Hunden öfter Blähungen und/ oder Verstopfung auf. Darauf kannst du einwirken, indem du deinem Hund ein gesundes Nassfutter fütterst und darauf achtest, dass dein Vierbeiner genügend trinkt.

  • Mehr Arbeit für Leber und Nieren

Nieren und Leber müssen mehr schuften, weil der Umbau der Nährstoffe im Alter erschwert ist und dadurch die Belastung für die Organe höher ist. Leber und Nieren sind für die Entgiftung zuständig. Sie filtern das Blut und die herausgefilterten Schad- und Fremdstoffe werden über Urin oder Kot ausgeschieden. Allerdings können diese beiden Organe mit zunehmenden Alter weniger leisten als in jungen Jahren. Somit riecht beispielsweise der Urin eines Hundeseniors strenger.

So ernährst du deinen Hundesenior gesund

Es ist nicht notwendig, dass du ein spezielles Hundefutter für Senioren fütterst. Es ist dir zu empfehlen, auf ein hochwertiges Nassfutter mit Zutaten in Lebensmittelqualität umzusteigen. Der Energiebedarf eines älteren Hundes reduziert sich. Dennoch benötigt dein Hund genügend Protein. Wichtig ist, dass sich im Hundefutter hochwertige Eiweiße befinden. Die Verdauungsaktivität von älteren Hunden lässt nach, sodass die Aufnahme von Proteinen aus der Nahrung reduziert ist. Umso wichtiger sind Proteine mit hoher Wertigkeit und Qualität. Da die Peristaltik verlangsamt, sind Rohfasern im Futter wichtig, die jedoch maximal 3 Prozent ausmachen sollten.

Wir empfehlen ein gesundes Nassfutter in Kombination mit ballaststoffreichen Flocken. Die Ballaststoffe kurbeln die Darmtätigkeit an.

Auch die Aufnahme von Vitaminen und anderen Nährstoffen über den Darm lässt nach. Damit dein Hund gesund bleibt, ist es ratsam, ihm Bierhefe zu füttern. Bierhefe ist reichhaltig an Spurenelementen, Aminosäuren und B-Vitaminen. Des Weiteren kannst du die Darmflora deines Hundes stärken und unterstützen. Dafür empfehlen wir das Nahrungsergänzungsmittel Power-Darm, das du deinem Hund unter sein Futter mischen kannst.

Kein billiges Hundefutter für Senioren!

Billig-Futter ist nie eine gute Idee, in keiner Lebensphase. Junge Hunde kommen mit minderwertigem Futter oftmals noch ganz gut zurecht – augenscheinlich! Ein Hundesenior hat damit jedoch Probleme. Künstliche Zusatzstoffe, minderwertige Zutaten – das wirkt sich früher oder später negativ auf die Gesundheit aus. Zum Beispiel werden die Entgiftungsorgane bei einem solchen Hundefutter überstrapaziert. Dann sind Nieren- und Leberprobleme nicht weit.

Des Weiteren ist Trockenfutter keine gute Wahl, generell nicht, aber für Hundesenioren erst recht nicht. Trockenfutter enthält immer ungesunde Zusatzstoffe. Anders wären diese trockenen Brocken gar nicht herstellbar und haltbar. Außerdem ist der Feuchtigkeitsgehalt im Trockenfutter sehr gering. Da alte Hunde in der Regel sowieso weniger trinken, besteht bei der Ernährung mit Trockenfutter ein hohes Risiko der Dehydrierung. Das kann zu Nierenproblemen wie Niereninsuffizienz führen.

Weitere Tipps für die Gesundheit deines älteren Hundes

  1. 3 bis 4 kleine tägliche Mahlzeiten – Da der Verdauungsprozess langsamer verläuft, solltest du die Tagesration an Futter auf 3 bis 4 Mahlzeiten verteilen. Grundsätzlich ist es nicht ratsam, den Hund nur einmal täglich zu füttern. Besser ist es, dem Vierbeiner mindestens 2 Mahlzeiten pro Tag zu servieren. Um das Verdauungssystem deines Seniors zu entlasten, sind 3 bis 4 tägliche Mahlzeiten ratsam.
  2. Tägliche Bewegung auch im Alter – Dein Hundesenior möchte zwar mehr dösen und schlafen, aber das sollte dich nicht dazu verführen, nicht mehr täglich mit deinem Hund spazieren zu gehen. Wer rastet der rostet – heißt ein Sprichwort. Passe die Strecke und das Tempo deinem Hund an, aber unternehme weiterhin jeden Tag mit deinem Vierbeiner Gassigänge. In Kombination mit einer gesunden, ans Alter angepassten Ernährung wirkst du mit täglicher Bewegung Übergewicht entgegen. Zudem hält es deinen Senior fit.
  3. Gesunde Snacks statt Leckerlis mit ZuckerDie Snacks, die dein Hund zwischendurch bekommt, sollten zuckerfrei, fettarm und frei von künstlichen Zusatzstoffen sein. Ziehe die Leckerlis von der Tagesration an Futter ab, denn ältere Hunde neigen zu Übergewicht.

FAQ zu Hundefutter für Senioren

Was ist das beste Hundefutter für ältere Hunde?

Eine empfehlenswerte Ernährung für Hundesenioren ist ein gesundes Nassfutter mit Fleisch in Lebensmittelqualität, das du mit Flocken oder anderen Kohlehydraten mischst. Achte darauf, dass sich in dem Hundefutter keine künstlichen Zusatzstoffe befinden. Von Trockenfutter sowie von billigem Nassfutter ist auf jeden Fall abzuraten.

Ab wann sollte mein Hund Futter für Senioren bekommen?

Stelle die Ernährung deines Hundes ab dem achten bis neunten Lebensjahr um. Die Energiedichte sollte rund 30 Prozent weniger betragen.

Kann ich bei meinem älteren Hund eine Futterumstellung vornehmen?

Ja, das geht auch im höheren Alter. Wichtig ist, dass du die Futterumstellung langsam angehst und Schritt für Schritt. In diesem Beitrag ist die Futterumstellung erklärt: Hier klicken.

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