Mit Wohnmobil und Hund auf Reisen

Einige Leser wissen, dass wir jeden Sommer mit Wohnmobil unterwegs sind. Mit dabei ist natürlich unsere Emma. Wir finden: Reisen mit Wohnmobil und Hund ist ideal. Und warum wir dieser Meinung sind, werde ich euch jetzt erzählen :))

Wohnmobil und Hund: Das Zuhause ist immer dabei

Für Emma – sowie auch für uns – ist das Wohnmobil unser Zuhause. Damit sind wir nicht nur im Sommer unterwegs, sondern auch zu anderen Jahreszeiten nutzen wir unser rollendes Heim oft und gerne. Emma hat also immer ihr Zuhause dabei  – egal wo wir sind. Hier hat sie ihren festen Liegeplatz, ihre Näpfe und ihren sicheren Rückzugsort. Sollte es irgendwo böllern oder sonst etwas für sie Beängstigendes passieren, springt sie direkt ins rollende Zuhause und fühlt sich dort sicher.

Sie hat von Welpenbeinen an gelernt, im rollenden Heim zu wohnen und zu touren. Bei unserer ersten Tour mit Emma war sie gerade mal fünf Monate jung. Mittlerweile ist das für sie so selbstverständlich, dass sie oft während der Fahrt ganz entspannt schläft.

Neue Herausforderungen fordern das hündische Hirn

In den 3 ½ Monaten, die wir jetzt mit Wohnmobil und Hund unterwegs waren, gab es natürlich immer mal wieder neue Herausforderungen. Emma muss sich auf neue Gegenden einstellen, kennt die Spazierwege noch nicht und lernt auch stets neue Hunde kennen. Das fordert und fördert das hündische Hirn – und das Selbstvertrauen.  Zuhause kennt sie alles, jeden Winkel, jeden Vierbeiner. Unterwegs ist fast alles neu. Unsere Erfahrung: Das tut dem Hund richtig gut, denn weil er Neues bewältigen muss, erhöht sich gleichzeitig das Selbstvertrauen.

Zudem wachsen wir aufgrund dieser Erlebnisse sehr stark zusammen. Emma orientiert sich in jeder neuen Umgebung an uns und kann darauf vertrauen, dass sie von uns geleitet wird, falls sie selbst noch unsicher ist.

Weil sie weiß, dass sie Unterstützung bekommt und weil sie schon so viele neue Situationen gemeistert hat, traut sie sich natürlich auch immer mehr selbst zu.

Bei der ersten größeren Sommertour fand sie Fahrten über Brücken, durch Tunnel, durch Großstädte und im Dunkeln noch sehr unheimlich. Jetzt bleibt sie bei all dem entspannt, döst oder schaut sich neugierig um.

Unterschiedliche Hundebegegnungen

Auf jedem Platz und in jeder Gegend gelten andere Regeln. Ebenso sind die Hundehalter sehr unterschiedlich – und somit auch deren Vierbeiner. In der Bretagne zum Beispiel sind die Hundebesitzer Gott sei Dank immer noch sehr entspannt und locker. Da, wo wir uns gerne und lange aufhalten, laufen fast alle Hunde frei. Weil diese Hunde von klein auf den Umgang mit fremden Hunden lernen, haben sie ein sehr gutes Sozialverhalten. Das tut gut und man freut sich auf und über die Begegnungen. Emma fühlt sich dort sauwohl. Sie macht da die Erfahrung, dass die Hunde nie zu weit gehen. Signalisiert sie beispielsweise, dass ihr der andere Hund nicht ganz geheuer ist (zu wild, zu stürmisch oder einfach zu groß), stoppt der stürmische Hund sein wildes Spiel oder hält der große Hund Abstand. Alles easy going.

 

Nun ja, in Deutschland hatten wir größtenteils Hundebegegnungen der denkwürdigen Art. Dort liefen die meisten Hunde an der Leine und hündischer Kontakt wurde vehement verhindert. Sehr sehr viele Hunde zeigten ein nicht gerade gutes Sozialverhalten. Sehr sehr viele Hundehalter wirkten völlig gestresst.

Würden wir einen Hotelurlaub buchen oder irgendwo ein Ferienhaus reservieren, hätten wir entweder nur tolle oder nur doofe Begegnungen. Mit Wohnmobil lernen wir aber sämtliche Facetten der Hunde(-halter)welt kennen – und Emma ebenso. In Deutschland hat sie dann ziemlich anders auf Artgenossen reagiert, als beispielsweise in der Bretagne: Grundsätzlich mit Abstand.

Diese Erfahrungen sind für sie auch nicht nur schlecht. Sie lernt halt, dass nicht mit jedem Hund gut Kirschen essen ist und dass es besser ist, von manchen Artgenossen ganz viel Abstand zu halten.

Aber, keine Sorge, wir hatten auch in Deutschland zwar wenige, aber zumindest ein paar richtig gute, entspannte Begegnungen mit Mensch und Hund.

Wohnmobil und Hund: Viel Abwechslung

Reisen im Wohnmobil bringt viel Abwechslung mit sich. Mal stehen wir an Flüssen, mal am Meer, mal in den Bergen, mal im Flachland, mal in sehr ruhiger und mal in etwas lauterer Umgebung. Wenn es nicht gerade in Strömen regnet verbringen wir viel Zeit draußen.

Für den Hund ideal. Emma hat immer irgendwas für sie Spannendes zu beobachten und kann sich immer mit interessanten Dingen beschäftigen. Mal plantscht sie im Bach, mal flitzt sie über den Strand. An manchen Plätzen tut sie sich mit anderen Hunden zusammen und diese neue Clique trifft sich täglich und immer mal wieder.

So viel Abwechslung kann ich ihr zuhause nicht bieten. Dazu müsste ich schon jeden Tag mit dem Auto irgendwo hinfahren.

Dass Emma das Touren im Wohnmobil gefällt, zeigt sich auch am Ende unserer Reisen. Sie läuft dann erstmal in den Garten, um jede Ecke zu inspizieren. Anschließend will sie wieder zum Mobil und steht jammernd davor. Lassen wir sie dann ins Wohnmobil, ist sie nur schwer da wieder herauszubekommen.

 

Es gibt bestimmt noch weitere Vorteile. Zum Beispiel muss Emma nicht in einer  Box in kalter und fremder Umgebung ausharren, nur um mit dem Flieger in ein anderes Land zu gelangen. Falls sie mal alleine bleiben muss, tut sie das in ihrem Zuhause und nicht im fremden Hotelzimmer oder im fremden Ferienhaus. Emma lernt viel Neues kennen, hat aber bei all dem Neuen immer ihr sicheres Zuhause dabei.

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Wie reist ihr?

 

2 Kommentare

  • hundebloghaus

    Klasse,
    was für tolle Bilder.
    Ich bin auch der absolute Camping- und Wohnmobilurlauber.
    Finde ich sowohl für die Hunde top, als auch für mich, man ist nicht so ortsgebunden und sieht viel mehr von der Welt finde ich.
    Interessant auch, dass Du den Eindruck hattest, in Deutschland seien viele Hunde nicht gut sozialisiert und Hundekontakt sei schwierig. Das erlebe ich auch so seit einigen Jahren und die Entwicklung stimmt mich sehr traurig. Früher war das problemlos möglich und Hunde die gerne miteinander spielen und herumtollen eher Usus 🙁 …schlimme Entwicklung.
    Wie schön, was ihr zusammen und unterwegs lebt.
    Ganz liebe und auch neidische Grüße
    Danni mit den zwei Jungs

    • Marion

      Ja, es ist ein locker und entspanntes Reisen – für Mensch und Hund 🙂

      Die Entwicklung der Hundeszene in Deutschland ist mir schon vor zwei Jahren aufgefallen. Diesmal waren wir vier Wochen in Deutschland und an verschiedenen Orten. Mich stimmte das auch ein wenig traurig und es wundert mich auch nicht, dass es mittlerweile so viele „Problemhunde“ gibt. Hoffen wir mal, dass sich das wieder ändert 🙂

      Euch wünsche ich weiterhin viel Spaß

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