Relaxen mit Hund – Den Spaziergang für Entspannung nutzen

Ich weiß ja nicht wie es Euch geht: Müsst Ihr mit Eurem Hund spazieren gehen oder möchtet Ihr mit Eurem Hund spazieren gehen? Die Frage klingt komisch, oder? Der Unterschied liegt im Wollen oder Müssen. Für mich ist die Zeit mit Emma eine Art Auszeit, denn diese Zeit bedeutet für mich Entspannung.

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Bewusst die Zeit mit Hund genießen

Bei uns findet der längste Spaziergang in der Regel morgens statt. Ich muss zugeben, dass ich nicht zu den Frühaufsteherinnen gehöre. Es gibt zwar Tage, da könnte ich direkt nach dem Aufwachen zig Bäume ausreißen, aber meistens brauche ich eine ziemlich lange Anlaufzeit.

Meine vorigen Hunde waren auch Langschläfer und so konnte ich über Jahre morgens im Bett liegen bleiben und erst dann aufstehen, wenn der innere Schweinehund ausgeschlafen war. Dann kam Emma…

Emma ist mit Tagesbeginn munter und fröhlich. Puh, das war anfangs für mich eine große Umstellung. So schlurfte ich früh morgens los, während meine Augen noch unfähig waren, die Schönheiten der Natur zu sehen und mein Geist noch im Bett lag.

Was ich aber schnell feststellte war: Dank Emma startete ich nun den Tag mit einem langen Spaziergang und viel Fröhlichkeit. Diese Hündin ist einfach pure Lebensfreude und das steckt an. Nach diesem Spaziergang fühle ich mich frisch und munter. Und aus den anfänglichen Schwierigkeiten (für mich als Morgenmuffel) haben sich wohltuende Routinen entwickelt.

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Manche Routine kann wohltuend sein

Mittlerweile sieht unser Morgen folgendermaßen aus: Nach dem Aufwachen gönne ich mir noch eine halbe Stunde, um in Ruhe meinen Kaffee zu trinken. Danach ist Zeit für Emma und wir unternehmen einen langen Morgenspaziergang. Manchmal fahren wir zum Strand und laufen dort unsere Runde. Der Spaziergang führt aber immer durch Natur und das ist eine Routine, die uns beiden sehr gut tut.

Die Spaziergänge sind für mich eine Art Auszeit, in der ich abschalten und entspannen kann. Ich muss nicht die ganze Zeit konzentriert bei Emma sein, sondern kann auch meinen Gedanken nachhängen oder die Natur bewusst genießen.

Manchmal nehme ich ein kleines Frühstück für mich und Emma mit und dann machen wir eine Frühstückspause beim Spaziergang.

Für mich ist der Spaziergang kein Muss, sondern ich freue mich auf die Morgenrunde. Natürlich gibt es manchmal Tage, an denen ich mit meinem inneren Schweinehund kämpfen muss und am liebsten erst mittags losziehen würde. Aber, bin ich dann einmal unterwegs, stelle ich immer wieder fest, dass mir dieser Morgenspaziergang mehr als gut tut. Der Tag beginnt mit Bewegung an frischer Luft, viel Spaß mit meinem Hund und Naturgenuss und somit starte ich meinen Tag entspannt und gut gelaunt.

Emma sehr albern

Hüpfemma

Nun könnte man fragen: Warum hast Du das denn nicht schon vorher mit den anderen Hunden gemacht? Antwort: Weil ich vorher noch nicht erkannte hatte, was ich von meinem Hund alles lernen kann. Emma hat es geschafft, dass ich meine Morgenträgheit ablege. Für mich war das gut, denn durch die Bewegung am Morgen bin ich motivierter, wacher und leistungsfähiger.

Wir können so viel von unsere

n Hunden lernen, wenn wir bereit sind, persönlich zu wachsen und Veränderungen neugierig angehen wollen.

In dem Buch, das Eva und ich geschrieben haben, zeigen wir Dir noch weitere Beispiele, was Du von und mit Deinem Hund lernen kannst. Auch ist es manchmal kurios, dass wir etwas vom Hund verlangen, das wir selbst nicht beherzigen. Und: Keine Sorge, wir wollen Dich nicht zum Frühwanderer machen.

 

5 Kommentare

  • Für mich bedeutet der Spaziergang am Morgen nach dem Aufstehen und noch vor der Arbeit auch sehr viel. Den Tag erwachen zu sehen, die Ruhe in der Natur, das möchte ich nicht mehr missen. Nach dem Spaziergang gibt es für meinen Hund und mich Frühstück und danach kann der Tag kommen… 🙂

  • Ein sehr schöner Beitrag, der mir sehr gut gefällt. Für mich ist der Spaziergang mit meiner herzallerliebsten Fellnase Timmy auch Entspannung pur. Besonders, wenn wir in den Wald gehen, denn ich liebe und genieße den Wald zu jeder Jahreszeit. Timmy und ich haben jedoch eine Gemeinsamkeit: Wir mögen Regen nicht wirklich. Und so wird an einem regnerischen Tag, unser gemeinsamer Spaziergang zu einem notwendigen Übel. Ich finde es klasse, dass du von Routine sprichst, habe ich doch gerade selbst Beiträge über Gewohnheiten geschrieben und mich mit Routinen auseinandergesetzt, die uns das Leben ja auch irgendwie erleichtern und verschönern. Es ist für mich zu einer sehr schönen Gewohnheit geworden, abends nach einem anstrengenden Arbeitstag, mit Timmy noch mal eine Runde zu gehen. Besonders jetzt, wo überall die Häuser und Gärten in weihnachtlichem Glanz erstrahlen. Und für Timmy ist natürlich jeder Spaziergang eine tolle Gewohnheit ;-). Manchmal denke ich, dass ich ohne Timmy nicht so viel in der Natur wäre, als mit ihm. Ich kann heute gar nicht mehr nachvollziehen, wie mein Leben ohne Hund gelaufen ist. Deshalb steht für mich fest, dass zu meinem Familienrudel, auch immer ein Hund gehören wird ;-).
    Liebe Grüße, Claudia (die sich schon auf die abendliche Runde mit der Fellnase freut).

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