1. Startseite
  2. /
  3. Allgemein
  4. /
  5. Hunderassen – Kleine Hunde

Hunderassen – Kleine Hunde
Kleine Hunderassen

Kleine Hunderassen sind sehr beliebt. Sie lassen sich einfacher auf Reisen mitnehmen und benötigen in der Wohnung oder im Wohnmobil weniger Platz. Außerdem fallen in der Regel die Futterkosten geringer aus. Welche kleinen Hunderassen zu den begehrtesten gehören und ob kleine Hunde weniger Auslauf brauchen – das erfährst du im folgenden Artikel.

Kleine Hunderassen – Vorteile

Als klein können Hunderassen bezeichnet werden, deren Widerristhöhe maximal 40 Zentimeter beträgt. Mit dieser Größe nehmen die Vierbeiner weniger Platz in Anspruch. Das Körbchen muss nicht riesig sein und wenn der Hund mitten im Raum auf dem Boden liegt, ist für den Menschen kein Hindernislauf notwendig, wie das bei großen Hunderassen der Fall ist.

Kleine Hunderassen lassen sich deshalb auch besser auf Reisen mitnehmen. Bei vielen Fluggesellschaften dürfen kleine Hunde in einer Tasche mit in der Kabine reisen. In der Regel dürfen Hund und Transporttasche maximal 6 bis 8 Kilogramm wiegen.

Aufgrund des geringen Gewichtes kannst du einen kleinen Hund tragen, wenn er beispielsweise verletzt ist oder im Alter die Treppe nicht mehr schafft. Geht man von einem gesunden Hund aus, sind die Futterkosten geringer als für große Hunde. Du kommst für einen Hund mit einem Körpergewicht bis 5 Kilogramm in der Regel mit 200 Gramm Dosen Nassfutter aus. Für eine Rasse mit einem Gewicht von 30 Kilogramm bräuchtest du täglich mindestens 400 Gramm Nassfutter.

Die Nachteile von kleinen Hunderassen

Oft neigen die Kleinen zum Bellen, das sich vor allem in Mietswohnungen als nachteilig erweisen kann. Außerdem ist die Verletzungsgefahr höher. Wir haben es schon erlebt, dass sich ein großer Hund auf einen kleinen stürzte und seitdem ist der Kleine querschnittsgelähmt.

Gerade weil kleine Hunde ein höheres Verletzungsrisiko mit sich bringen, sind viele Hundehalter mit ihren „Zwergen“ übervorsichtig. Das gilt besonders für Hundebegegnungen. Aus Angst, dass der Kleine verletzt werden könnte, halten viele Besitzer Artgenossen fern – und das wirkt sich wiederum negativ auf das Verhalten der kleinen Hunderassen aus. Wir alle kennen die keifenden, kläffenden Hunde, sobald sie einem anderen Hund begegnen.

Anfälligkeit für Krankheiten – Brachyzephalie

Allgemein wird gesagt, dass kleine Hunde länger als große Rasse leben. Allerdings gibt es einige Rassen, die schon von Geburt an krank sind. Dazu gehören Hunde mit sogenannter Brachyzephalie (Kurzköpfigkeit), wie Möpse und Französische Bulldoggen. Aufgrund übertriebener Zucht sind die Nasenlöcher zu eng und der Rachen zu kurz. Die Tiere leiden ihr Leben lang an Atemnot. Darüber hinaus ist die Zunge häufig für die eher kleine Maulhöhle zu groß und das Gaumensegel ist zu dick und zu lang.

Da die Atmung zudem die Körpertemperatur reguliert, reagieren brachycephale Rassen empfindlich auf Wärme. Vor allem im Sommer benötigen diese leidenden „Kurznasen“ eine längere Erholungszeit, weil die Atmung lange Zeit benötigt, um sich wieder zu normalisieren. In den Nasenmuscheln von Hunden befinden sich Drüsen, die Flüssigkeit absondern. Über die Einatemluft wird die Flüssigkeit verwirbelt und das bewirkt die Produktion von Verdunstungskälte. Das bedeutet, dass „Kurznasen“ starke Probleme mit diesem natürlichen Kühlmechanismus haben.

Bei manchen Tieren ist das Brachyzephale Syndrom so extrem, dass die verengten Atemwege mittels Operation korrigiert werden müssen. Manchmal sind sogar mehrere operative Eingriffe nötig. Wenn du dich für einen Hund entscheidest, der unter Kurzköpfigkeit leidet, musst du darauf achten, dass du ihn nicht zu sehr belastest. Dennoch benötigt auch dieser Vierbeiner Bewegung, da ansonsten zu seinem angezüchteten Leiden auch noch Übergewicht hinzukommen würde.

Tipp: Besser ist es, von diesen Rassen die Finger zu lassen. Leider machen sich zu wenige Fans dieser Hunde Gedanken um das Leid. Es sind kleine, süße Hunde und dann wird häufig über das Leiden hinweggeschaut (manche empfinden das Röcheln sogar als niedlich…). Je weniger brachycephale Rassen gekauft werden, desto höher liegt die Chance, dass Züchter umdenken und Möpse, Bulldoggen und andere betroffene Rassen gesund züchten.

Andere mögliche Krankheiten

Kleine Hunde mit kurzen Beinen oder zu langem Rücken (wie Dackel oder Bassets) leiden oftmals an Problemen der Wirbelsäule, der Hüfte oder der Knie. Nicht nur brachycephale Rassen gehören zu den Qualzuchten. Auch sogenannte Teacup-Hunde zählen dazu. Dabei handelt es sich um Mini-Züchtungen von eh schon kleinen Hunderassen. Diese Mini-Hunde sind keine anerkannten Rassen. Solltest du einen solchen Hund kaufen wollen, wirst du keinen seriösen Züchter finden. Das Gewicht dieser Hunde liegt oftmals unter einem Kilogramm. Ich vermute, du kannst dir denken, dass das Leben dieser Tiere kein Zuckerschlecken ist. Lass einfach die Finger davon, damit sich dieser Trend nicht fortsetzt.

Bekannte kleine Hunderassen

Zu den bekanntesten und beliebtesten kleinbleibenden Rassen gehören folgende:

  • Bolonka-Zwetna
  • Cairn Terrier
  • Coton de Tuléar
  • Jack Russel Terrier
  • Bichon Frisé
  • Deutscher Pinscher
  • Malteser
  • Zwergpudel
  • Zwergschnauzer

Kleine Hunderassen, die nicht haaren

Manche Rassen verlieren keine oder kaum Haare. Das heißt aber nicht, dass du mit diesen Vierbeiner weniger Arbeit hast – was das Fell betrifft. Pudel verlieren beispielsweise keine Haare, aber sie müssen geschoren werden. Yorkshire Terrier, Bolonka-Zwetna und Shi Tzu sind ebenfalls kleine Rassen, die nur wenig haaren. Damit das Fell nicht verfilzt und verknotet, musst du diese Hunde täglich bürsten oder kämmen. Gleiches gilt für Malteser und Haveneser. Auch Zwergschnauzer haaren so gut wie gar nicht, müssen jedoch mindestens zwei Mal jährlich geschoren werden.

Es ist übrigens nicht gesagt, dass nicht haarende Rassen gut für Allergiker sind. In der Regel reagieren Menschen mit einer „Tierhaarallergie“ nicht auf die Haare, sondern auf die Proteine, die sich im Urin und im Speichel befinden. Wenn sich der Hund leckt, verteilt er die Proteine im Fell. Streichelst du deinen Hund, kommst du damit in Kontakt. Deshalb ist ein Hund, der wenig haart, nicht unbedingt für Allergiker geeignet.

Wo kann ich kleine Hunderassen kaufen?

Da kleine, süße Hunde sehr begehrt sind, werden unzählige Welpen von Vermehrern „produziert“ und diese Vermehrer haben nichts mit einem seriösen Züchter zu tun. Bitte achte darauf, dass du KEINEN Welpen von einem Vermehrer kaufst. Diese Welpen werden häufig auf Portalen wie eBay angeboten. Es ist nicht immer klar ersichtlich, dass es sich um Vermehrer handelt. Es gibt genug dieser Hundeverkäufer, die eine Wohnung anmieten und so tun, als müssten sie umständehalber ihren Welpen abgeben. Andere verkaufen Welpen aus dem Kofferraum heraus.

Wenn du einen Welpen einer kleinen Rasse haben möchtest, dann solltest du bereit sein, einen Hund von einer seriösen Zucht zu kaufen. Informiere dich beim VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen). Frage andere Hundehalter, wo sie ihren Hund gekauft haben. Schaue dir die Elterntiere an und stelle dem Züchter ruhig viele Fragen – auch zur Hündin. Ein seriöser Züchter züchtet eine Hunderasse und nicht mehrere Rassen. Er wird auch nicht jederzeit Welpen abzugeben haben. Außerdem sucht er sich die zukünftigen Hundehalter aus – und es ist durchaus möglich, dass du erstmal warten musst. Denn bei einer seriösen Zucht darf sich die Hündin erholen und wird nicht als Gebärmaschine missbraucht.

Sollte dir der vermeintliche Züchter erzählen, dass die Hündin auf tragische Weise ums Leben kam, kannst du davon ausgehen, dass es sich um einen Vermehrer handelt. In dem Fall solltest du das Veterinäramt oder die Polizei informieren. Es ist dringend notwendig, dass diesen Tierquälern das „Handwerk“ gelegt wird. Du bekommst nämlich mit hoher Wahrscheinlichkeit einen kranken Welpen und zudem fristen die Muttertiere ein elendes Dasein.

Brauchen kleine Hunderassen weniger Bewegung?

Zum Schluss noch ein Hinweis zum Thema „Bewegung“. Oft entscheiden sich Menschen für einen kleinen Hund, weil sie der Ansicht sind, die Kleinen bräuchten keine oder nur kurze Spaziergänge. Diese Überzeugung ist falsch. Auch kleine Hunde brauchen Bewegung und es reicht nicht aus, sie einmal kurz um den Block zu führen. Egal für welchen Hund du dich entscheidest: Du musst dazu bereit sein, tägliche Spaziergänge in deinen Alltag einzubauen. Wenn du das nicht leisten kannst oder willst, ist ein Hund für dich nicht geeignet.

Blog-Kategorien

Newsletter Anmeldung

Melde dich bei meinem Newsletter an und verpasse keine tierischen News oder Rabatte mehr!

0 Kommentare

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.