Smart Toller – Rassezucht mit Blick auf Gesundheit und Charakter

Eher zufällig wurde ich auf die Hunderasse Nova Scotia Duck Tolling Retriever aufmerksam und fragte den Besitzer des Tollers, von dem ich ein Foto gesehen hatte, ob er Lust auf ein Rasseportrait hat. Herr Axel Schön sagte zu und dadurch wurde ich wiederum auf die Homepage socium-canis.eu aufmerksam und las sehr interessiert von der Smart Toller Zucht. Mich hat der Zuchtgedanke begeistert, der die Gesundheit und den Charakter des Tollers in den Mittelpunkt setzt.

Axel Schön war so freundlich und schrieb einen Artikel über die Entstehung der Smart Toller Zucht sowie deren Ziel:

Der Grund warum es so ist wie es ist

….liegt darin, dass wir einfach einen neuen und tollen Hund wollten, nachdem unser Golden-Retriever „Stanley“ gestorben war und wir merkten, dass es ohne Hund zwar geht, aber uns fehlte etwas, was man nicht anders ersetzen kann, als durch einen Hund. Nicht, dass der eine Hund den anderen ersetzen könnte, nein wahrlich nicht, aber er kann trotzdem eine dunkle Leere wieder mit Sonnenschein und Wärme füllen. So kamen wir – wie hier ausgiebig beschrieben ist – an unseren Toller „Jasper“.

Nachdem wir uns immer intensiver mit der Rasse Nova-Scotia-Duck-Tolling-Retriever und deren Bedürfnissen beschäftigten wurde schnell eines klar:  Die Rasse braucht am allermeisten mehr Menschen, die die Kompetenz besitzen, verantwortungsvoll mit ihrer Gesundheit an Körper und Geist umzugehen. So forschten wir also ob es Menschen gibt, die der gleichen Meinung sind, besuchten Foren, die sehr tollerlastig waren und sprachen mit Züchtern, die eigentlich wissen müssten, was man für die Gesundheit einer Rasse tun kann. Wir trafen Menschen, die tolle Arbeit leisten, Kynologen die wissen worum es geht, Gutachter, Ärzte, Züchter, Biologen, Genetiker, etc. etc. Alles in allem gesehen hatten wir nach einiger Zeit ein großes theoretisches Wissen über den Toller  und Kontakte zu Menschen, die wir jederzeit anrufen können, wenn wir uns eine auftauchende Frage nicht beantworten können. Aber, wir trafen niemanden, der es von der wissenschaftlichen Seite auf die praktische Zucht überträgt und so wurden wir ausgelöst durch den hier nachzulesenden Gedanken selbst aktiv, woraus die Zucht der Smart-Toller©  entstand.

Die von uns ins Leben gerufene Zucht der Smart-Toller©  im Cross Bred Tollers©  Projekt, das unterstützt durch einen kleinen Zuchtverband dazu dienen wird, die wundervolle Rasse Nova-Scotia-Duck-Tolling-Retriever stabil zu halten und viele der immer häufiger, vorwiegend durch Vererbung auftretenden Krankheiten aus den Zuchtlinien zu verbannen. Hierzu verpaarten wir zunächst eine aus einer sehr gesunden Reinzucht stammenden  Golden-Retriever-Zuchthündin mit  einem Nova-Scotia-Duck-Tolling-Zuchtrüden, der ebenfalls aus der Reinzucht stammt, sowie eine Tollerhündin mit einem Golden Retriever Rüden, die alle vier in der Vergangenheit zuverlässige Zuchttiere waren und weiterhin sind. Unser Bestreben ist es, genau diesen Weg der Zucht zu gehen, auch wenn er für einen Züchter alleine nicht gangbar scheint, der rein oberflächlich betrachtet lediglich eine Mischlingszucht ist. Das wird auch von Menschen so gesehen, die uns als Konkurrenz betrachten und von einigen, die großes wirtschaftliches Interesse an der Hundezucht haben. Uns sind beide Gedanken im Zusammenhang mit Lebewesen jedoch zuwider.

Nach unserem Dafürhalten ist es wichtig, die Rasse der Toller durch das Einkreuzen unterschiedlicher Genträger so aufzustellen, dass wieder eine gesunde Rasse entsteht, deren Hunde alt werden können und auch dürfen, was einem rein monitären Gedanken bezüglich der Hundezucht sehr entgegensteht. Uns liegt es fern uns über bestimmte Zuchtleistungen zu definieren, die die Menge der gezüchteten Hunde in irgendwelchen Generationen angeben, insbesondere dann, wenn sie nicht belegt werden. Dem entgegen wird unser Projekt akribisch dokumentiert und alle uns zur Verfügung stehenden Daten werden festgehalten.

Unsere Zucht ist dokumentiert und sehr wohl durchdacht. Sie beruht auf einer Denkweise, die sich von den alt eingefahrenen Methoden bereits bei ihrer Entstehung gelöst hat. Wir wollen es einfach anders und vor allem natürlicher durchführen. Gemeinsam mit einigen anderen, auch im Bereich Einkreuzung erfahrenen Züchtern im In- und Ausland können wir über Erfahrungen verfügen, die ein einzelner Züchter auch in 20 Jahren Zucht nicht zustande bringen kann. So lassen sich Fehler vermeiden und so bekommen wir zu jedem unserer Gedanken im häufigen Gedankenaustausch Feedback, welches unersetzbar ist. Der kleine Rüde Michel (Borka), der aus unserem B-Wurf bei mir geblieben ist, gibt mir jeden Tag recht und bestätigt mir durch seine unglaublich fröhliche Art, dass ich richtig gehandelt habe.

Die A und B Welpen mit 8 Wochen.pdf [ 12 MB ]

 

Eine Veränderung der Rasse in den ersten Generationen im Erscheinungsbild ist für uns irrelevant. Das Einkreuzen in Wechselkreuzung oder Rotationskreuzung, die oft praktiziert wird, weil sie keinen großen Aufwand zur Folge hat, hebt nach unserer Ansicht die Risiken, die die Rassen in sich tragen, nicht auf und führt ohne zum späteren Zeitpunkt inzuzüchten, was das Risiko der Krankheiten wieder maximiert, zu keinem zuverlässigen Zuchtergebnis, bedarf außerdem gemessen an unserer Vorgehensweise keines großen Pools an gesunden und für zuverlässig erachteten, erfahrenen Zuchttieren. Dies zu leisten ist in der Kooperation mit mehreren anderen Züchtern sicher leicht möglich, verbessert aber nach unserer Ansicht absolut nichts. Schon in der F3 Generation der Wechselkreuzung sind die Varietäten der geborenen Welpen bereits sehr breit gestreut. In der F4 Generation noch breiter gestreut, sodass wir uns für die Zucht mit mehr als 5 Rassen entschieden haben. Diese Rassen werden zum großen Teil Tiere sein, die nicht den Ursprungsrassen der Rasse der Toller entspringen, sondern fremde aber dafür vor allem alte und über Jahrzehnte möglichst gesunde Rassen. Würden wir die Ursprungsrassen verwenden so hätten wir wieder das Risiko der Verwandtschaft miteinander, da viele Zuchtlinien heutzutage über nicht mehr als 6-7 Generationen zurückverfolgt werden können, wenn es gut läuft.

Ziel des Cross Bred Tollers© Zuchtprojektes

Es ist unser Bestreben die Rasse der Nova Scotia Duck Tolling Retriever wieder näher an Ihre ursprüngliche Gesundheit heranzuführen. Dieses hochgesteckte Ziel unseres Cross Bred Tollers© Zuchtprojektes kann natürlich für die Rasse der Smart-Toller© ein einzelner Züchter allein nicht erfolgreich zum Ziel führen, zumal für diese Art der Zucht viele unterschiedliche Rassen und viele qualitativ höchstwertige Tiere nötig sind, die in ihren Familien bleiben sollen, genauso wie deren Nachkommen in den Familien aufwachsen sollen.

Aus diesem Grund arbeiten an diesem Projekt viele Menschen mit uns zusammen und wir freuen uns und sind stolz, dieses große Vertrauen von Menschen für dieses Projekt gewonnen zu haben, die viele Jahrzehnte mit und für Hunde arbeiten. Wir sind sehr glücklich darüber, erfahrene Züchterinnen und Züchter zur Mitarbeit gewonnen zu haben. Sie sorgen für die am Projekt beteiligten Hunde und sind mit viel Herzblut bei der Geburt und der Aufzucht der Welpen dabei. Sie legen die Grundsteine für die Sozialisierung und die Alltagsfestigkeit unserer Welpen. Mit ihren über viele Jahre gesammelten Erfahrungen mit ebenso vielen Würfen und auf Grund ihrer vielen intensiven, über lange Jahre andauernden Kontakte zu ihren Welpenkäufern und ihrer Freude an den Hunden, sind wir sehr froh, diese Menschen mit auf unserem Weg zu wissen.

Ein guter Freund, Oberzuchtwart und immer ansprechbarer Berater, betreut dieses Projekt ebenso mit seinem Wissen und seinem Tatendrang, wie es auch viele andere Menschen die mich, auch wenn es mal nervlich nicht so ganz passt und wir uns mal wieder mit viel Energieaufwand gegen Widrigkeiten im Dschungel der Hundezucht durchsetzen müssen, unterstützen und immer eine große Hilfe sind. Viele neue und auch bereits sehr erfahrene “Hundemenschen”, Züchter, Halter Hundesportler, Trainer, Kynologen die uns begleiten, haben ihren Anteil an diesem wunderbaren Projekt, sodass eine erfolgversprechende Zucht erst möglich wird.

Alle eint der Wunsch Hunde zu züchten, die an unserer Seite gesund viel älter werden, als es unseren Hunden heute möglich ist.

Cross Bred Tollers© Cross Bred Tollers© Cross Bred Tollers© Cross Bred Tollers© Cross Bred Tollers©

Hunde zu haben, die über eine gesunde Psyche verfügen, die mit ihren Menschen bereit sind von sich aus auch im Team zu arbeiten, die auf eine Art mit ihren Menschen zu kommunizieren in der Lage sind, die es uns leicht macht sie zu verstehen, ist unser aller Ziel. Hunde die ebenso eine bestimmte und allen wohltuende Leichtigkeit ihr Eigen nennen, von denen wir lernen können was Zuverlässigkeit und Kompetenz bedeuten. Hunde, die wie dafür geschaffen sind als Therapie,- Assistenz,- oder Rettungshund zu arbeiten. Aber eben auch Hunde die uns zeigen, was es bedeutet, wenn Führungskompetenz immer wieder hinterfragt wird. Hunde für Managertrainings, Hunde die Führungspersönlichkeiten zeigen können wo ihre Schwächen liegen. Hunde die uns klar machen, wer seine soziale (In)Kompetenz überarbeiten sollte. Sensibel genug, Sensitiv genug sind sie allemal.

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Unser Wunsch nach Erhalt und  Wiederherstellung der Gesundheit des Tollers betrifft vor allem auch die kreative Intelligenz unserer kleinen roten Kobolde. Die Urform des Tollers war – der Überlieferung nach – ein souveräner, kreativ intelligenter und besonnener und absolut zuverlässig arbeitender Hund mit einem hohen Maß an Gelassenheit und Willensstärke. Er war weit davon entfernt ein nervöses, aufgeregtes Temperament in den Vordergrund zu stellen, oder gar ängstlich zu sein. Kein Piepsen, kein nervöses Springen oder gar Hin.- und Herlaufen, nichts was die Arbeit stört. Das lag, wenn man den wenigen überlieferten Lektüren aus der Entstehungsgeschichte der Rasse Glauben schenken darf, an seinem durch Selektion herausgefilterten Naturell und musste nicht mit viel Arbeit antrainiert werden, wie es sich heute in den meisten Fällen  darstellt.

Der heutige Toller hat zwar immer noch die Anlagen, man muss ihn aber trainieren, um diese Anlagen zu einer angenehmen Routine zu machen. Anders ist es wenn ein Hund sein Naturell einfach leben kann und dieses genau dem entspricht, was sein Mensch braucht oder möchte. Diese, für einen guten Arbeitshund unabdingbaren Voraussetzungen, in die von uns gezüchteten Linien einzubringen, ist uns genauso ein wichtiges Ziel, wie absolute physische Gesundheit.  Hierzu sind an diesem Projekt Zucht.- und Oberzuchtwarte, Gutachter und weitere kynologische und medizinische Fachleute, sowie unterschiedliche Züchter beteiligt.

Da ein Umdenken aus ethischer und kynologischer Sicht auf die Hundezucht im Allgemeinen absolut unausweichlich ist, wenn wir wieder gesunde und problemlos lebensfähige, kynologisch und sozial sowie aus medizinischer Sicht unbedenkliche Hunde an unserer Seite haben wollen, möchten wir durch dieses Projekt, zu dem wunderbaren Gedanken so viel wie möglich für psychisch und physisch gesunde Tiere zu tun, unseren Teil beitragen.

Wenn Sie also Interesse an einem wunderbar gesunden und freundlichen Hausgenossen mit viel Esprit und einem unabdingbaren “Will to please” aber einem gesunden Maß an Eigenständigkeit und gelassener und selbstsicherer Handlungsfreude haben, der Ihnen viele der kommenden Jahre zur Seite sein wird und Sie an unserem Projekt teilhaben wollen, so nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir beantworten Ihre Fragen gerne.

In diesem Sinne freuen wir uns Sie bald kennenzulernen und sind jetzt schon neugierig…;-)

Herzlichst

Axel Schön

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