Orthopädische Hundebetten – sinnvoll oder Modeerscheinung?

Orthopädische Hundebetten sind im Trend –aber sind sie sinnvoll? Sollte jeder Hund ein solches Hundebett bekommen oder sind diese Hundekissen nur für bestimmte Hunde gedacht?

Was sind überhaupt orthopädische Hundebetten?

Der Unterschied zwischen „normalen“ und orthopädischen Hundebetten liegt vor allem im Aufbau, der beim orthopädischen Hundekissen aus drei Lagen besteht. Zudem ist der Härtegrad der Matratze dem Gewicht des Hundekörpers angepasst.

Wir kennen das Phänomen bei Matratzen für Menschen: Wählen wir ein möglichst günstiges Modell und achten nicht auf die für uns passende Härte, fühlen wir uns morgens wie gerädert und mit der Zeit kommen auch noch Rückenbeschwerden und/ oder Nackenschmerzen dazu.

Nicht viel anders ist es beim Hund, wobei vor allem große und schwere Rassen zu Beschwerden des Bewegungsapparates neigen. In der Regel bestehen die Liegeflächen der Hundebetten aus Schaumstoff. Legt der Hund sich auf diese Matratze, wird sich sein Körper dem Bett anpassen. Bei einem dreischichtigen, orthopädischen Hundebett passt sich die Matratze dem Körper an und dadurch kann die Wirbelsäule entspannen. Das heißt, die Wirbelsäule bildet eine gerade Linie, während sie bei einer Schaumstoffunterlage gebogen wird.

Orthopädische Hundebetten als Vorbeugemaßnahme

Unsere hündischen Familienmitglieder schlafen ja nicht nur nachts, sondern sie verbringen auch tagsüber viel Zeit schlafend oder dösend. Wenn man sich vorstellt, dass die Wirbelsäule  viele Stunden lang in ungesunder Form gebogen ist wird auch deutlich, dass ein orthopädisches Hundebett als präventive Maßnahme bewertet werden kann.

Ich will damit nicht sagen, dass jeder Hund Probleme mit den Gelenken bekommt, wenn er auf einem normalen Hundebett schläft. Bei großen und schweren Hunden wäre die Investition in ein orthopädisches Hundebett allerdings ratsam, denn bei diesen Hunden ist das Risiko für Krankheiten wie Arthrose, Wirbelsäulenbeschwerden u.ä. wesentlich höher.

Diese Biegung der Wirbelsäule passiert nicht nur bei Schaumstoffmatratzen, sondern ebenso bei Hundebetten, die mit Styroporkugeln oder Schaumstoffflocken gefüllt sind.

Bei normalen Hundematratzen wird die Liegefläche im Laufe der Zeit eingedrückt und der Hund schläft somit auf einer harten Unterlage. Das ist nicht nur für die Wirbelsäule und die Gelenke ungesund, sondern es fördert zudem die Entwicklung von Liegeschwielen an den Ellbögen. Bei orthopädischen Hundebetten mit ihrem dreilagigen Aufbau kann sich die Liegefläche nicht eindrücken.

Orthopädische Hundekissen für Hunde mit gesundheitlichen Problemen

Für Hunde, die bereits an Beschwerden des Bewegungsapparates leiden, ist ein orthopädisches Hundekissen auf jeden Fall eine wirksame Hilfe. Diese Hundebetten führen zu einer Liegeposition des Hundes, die für ihn mit Schmerzfreiheit oder zumindest Schmerzlinderung verbunden ist. Es hilft dem Hund mit Arthrose nämlich wenig, wenn er auf der einen Seite mit schmerzlindernden Medikamenten behandelt wird und auf der anderen Seite auf einem Kissen schlafen muss, das eine ungesunde Liegeposition mit sich bringt und somit zu Schmerzen führt.

Für Hunde, die beispielsweise an Arthrose, Arthritis, Spondylose, Hüftdysplasie, Ellbogendysplasie oder anderen Beschwerden des Bewegungsapparates leiden, ist eine Investition in ein orthopädisches Hundekissen mehr als ratsam. Das Durchliegen wird verhindert und das Skelett kann entspannen.

 

Mein Fazit: Nicht jeder Hund muss ein orthopädisches Hundebett haben, aber es würde garantiert jeder Hund von einem solchen Schlafplatz profitieren. Weitere Infos und Tipps sind zum Beispiel im Hundebett Ratgeber zu erhalten.

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