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Interview zum Thema Kastration bei Hündinnen

Kastration bei Hündinnen – ein viel diskutiertes Thema. Ich habe mich an die Tierärztin Astrid Urlaub gewendet und mit ihr ein Interview geführt.

Kastration bei Hündinnen

Hallo Frau Urlaub,

Vielen Dank, dass Sie als Interviewpartnerin für die Leser von meintierischerfreund zur Verfügung stehen! Das Thema Kastration von Hündinnen wird unter Hundehaltern sehr kontrovers diskutiert. Deshalb meine Fragen an Sie als Tierärztin und Expertin: Man liest darüber, dass Frühkastration – also Kastration vor der ersten Läufigkeit – besser sei, als die erste Läufigkeit abzuwarten. Wie ist Ihre Ansicht über den Zeitpunkt der Kastration?

Die Frühkastration ist aus medizinischer Sicht sinnvoll, da dadurch das Risiko von Gesäugetumoren, zystischen Veränderungen und Gebärmutterentzündungen drastisch reduziert wird. Trotzdem gibt es Nachteile.

Kann mit einer Frühkastration das Risiko für Mammatumore reduziert werden?

Ja

Argumente pro Kastration

Manche Hundehalter sind der Meinung, eine Kastration sollte nur im Krankheitsfalle durchgeführt werden. Sehen Sie noch andere Argumente für eine Kastration von Hündinnen?

Als Hauptargument ist sicherlich die soziale Seite zu sehen. In Deutschland gibt es mittlerweile soviele Hunde, das eine „normale“ Haltung fast unmöglich ist. Vor einigen Jahren hatte jeder Hund fast noch die Chance sein „Revier“ alleine zu bewohnen . Mittlerweile teilen sich die Tiere dies zu 10. Wenn die Hündin dann läufig wird, versucht nicht nur der vermeintlich stärkste Rüde sie zu decken, sondern JEDER. Das ist für die Hündin und auch deren Halter absoluter Stress!!!! Eine nicht kastrierte Hündin in einem relativ unstrukturiertem Rudel ist Gift für jede Beziehung

Verschiedene OP-Methoden

Einige Tierärzte entfernen nicht die Gebärmutter und andere sind für eine Totaloperation. Welche Vor- und Nachteile gibt es bei beiden Varianten? Welche empfehlen Sie?

Bei uns wird das Ovar und ein Teil der Gebärmutter entfernt, solange keine Veränderungen daran zu erkennen sind. Der Vorteil ist daran, das der Uterusstumpf seltener mit der Blase verklebt. Eine Inkontinenz wird unwahrscheinlicher. Bei Totalen fehlen die Hormone, der Uterus ist natürlich weg und kann sich nicht verändern.

Der Ablauf einer Kastration

Wie sieht der Ablauf einer Kastration aus, bzw. was müssen die Tierhalter in der Zeit danach beachten? Zum Beispiel stellt sich für viele Hundehalter die Frage, wann die kastrierte Hündin wieder spazieren und spielen darf.

Wenn die Wundheilung normal verläuft, dann ist nach 10 Tagen alles erledigt. Die Wunde ist dann vollständig verheilt. Bis zum Fäden ziehen sollte ein Leibchen oder ein Kragen getragen werden.

Hinweis an meine Leser: Meine Hündin Emma musste im Alter von drei Jahren kastriert werden. Darüber habe ich in diesem Blog berichtet:

Erfahrungsbericht Teil 1

6 Monate nach der Kastration

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