Tierschutzhund Honey

Sibyll stellt uns ihren Hund aus dem Tierschutz namens Honey vor.

Grundlegendes zu Honey

Wie heißt dein Hund?

Honey

Ist dein Hund eine bestimmte Rasse oder ein Mischling?

Unklar, eher ein Mischling, ChatGPT sagt, es könnte eine neue „Balkan-Landlinie“ sein, die bisher noch nicht als Rasse anerkannt ist.

Aus welchem Land kommt dein Hund?

Ebenfalls unklar, sie war bereits in Deutschland, hatte aber keinen Heimtierausweis oder Impfungen und dergleichen. Ich hatte daraufhin auf Herkunft Deutschland getippt, die Tierärztin meinte aber, das muss noch lange nicht so sein.

Wie alt war dein Hund, als er zu dir kam?

Er war mit ca 4 Monaten angegeben, es ist nur das ungefähre Datum bekannt.

Ist es dein erster Hund?

Nein, wir hatten vorher bereits 2 Tierschutzhunde, einen Husky und eine SaarloosWolfhündin

Leben noch andere Hunde bei dir?

Nein, Honey ist hier die „alleinige Herrscherin“ 😊

Der Weg zueinander

Wie bist du auf deinen Hund aufmerksam geworden?

Wir wollten wieder einen Hund haben, mein Mann hat auf einer Tierschutzseite (?) nach „passenden“ Hunden gesucht. Mir hat lange keiner gefallen und bei Honey war ich dann angesprochen und wir haben uns sie dann angesehen.

Was hat dich im ersten Moment an ihm oder ihr angesprochen?

Ich kann es nicht genau sagen, die Fotos, die Beschreibung?? Gesehen, gelesen und ja, die schauen wir uns mal an.

Wie hast du deinen Hund kennengelernt?

Honey war bereits in Deutschland auf einer Pflegestelle (was vermutlich gelogen war..), dort haben wir dann einen Termin gemacht, um Honey kennen zu lernen. Wir waren 5 Minuten zu früh und mußten dann auf die Dame warten, die mit Kind und Kegel noch zum DM gegangen war. Als sie dann die Treppe zum Haus hinaufkamen, hatte Honey uns schon 😊

Wie verlief der Adoptionsprozess?

Wir haben dann „den Zuschlag“ erhalten, haben dann einen Termin für 2 Wochen später bei uns gemacht. In den 2 Wochen haben wir schon mal eingekauft, was noch fehlte.

Der große Tag

Beschreibe bitte den Tag, an dem dein Hund bei dir eingezogen ist. Wie hast du dich gefühlt? Wie hat dein Hund gewirkt?

Honey war uns gegenüber eigentlich vom ersten Tag an relativ zutraulich und vor allen Dingen freundlich.

Die ersten Wochen

Wie waren die ersten Tage und Wochen in eurem Zuhause?

Bisschen aufregend, wir steckten noch im Umzug und Honey war noch nicht stubenrein, es sind noch ein paar wenige „Malheure“ passiert. Lustig fand ich, dass sie mehrmals vor die Badezimmertür gepieselt hat, wenn mein Mann zur Toilette war und die Tür nicht geschlossen hatte. Als das zum 23. Mal passierte, haben wir darauf geachtet, insgesamt war Honey nach ca 3 Wochen stubenrein.

Gab es Überraschungen – positiv oder herausfordernd?

Honey war uns als „wird 50 cm groß“ und ist ein Mischling aus BorderCollie und altdeutschem Schäferhund verkauft worden. Da ich inzwischen identisch aussehende Hunde mit der gleichen Beschreibung sehr oft im Internet sehe, gehe ich davon aus, dass man hier auch mit der Ehrlichkeit nicht so genau genommen hat. Honey ist inzwischen 21 Monate (also fast 2 Jahre alt) hat kein kurzes Fell mehr und ist 68 cm groß.

Wir sind Rentner, wenn wir nicht so an ihr hängen würden…. Also wenn die Hundeschule nicht geholfen hätte, wäre Honey nicht mehr bei uns, wir sind Rentner und eigentlich ist sie zu groß für uns. Aber wer nimmt so einen Hund, und der Hund kann ja am wenigsten dafür und außerdem ist sie sooooo lieb. Die Tierärztin war es dann auch, die uns schon von Anfang an gesagt hat, sie geht davon aus, dass ein Herdenschutzhund mit drin ist. Allerdings ist Honey zu allen sehr sehr freundlich und will überall hin. Auf der anderen Seite wissen wir aber, wenn jemand im Hausflur ist, der nicht hier wohnt.

Hund aus dem TierschutzHerausforderungen und Lernen

Welche Herausforderungen gab oder gibt es mit deinem Hund?

Honey hat eindeutig Tendenzen zum Schutz-oder Hütehund. Für mich ist es manchmal schwierig, da Honey noch aufdringlich ist und immer zu anderen hin will (egal ob Hund oder Mensch, alle sind toll). Das mögen nicht alle, und ich habe noch Probleme, mich als Anführer durchzusetzen. Zu Hause ist das kein Problem, aber unterwegs meint Honey, sie muß nach vorne gehen, da arbeiten wir noch dran.

Wie bist du damit umgegangen?

Hundeschule, Kurs und auch 2 mal eine Einzelstunde, damit ich lerne, sie sicher zu führen, ohne Kraft anwenden zu müssen.

Gab es einen Moment, der für dich besonders prägend war?

Ja, als ich bäuchlings in der Wiese lag 😊 Da stand ihr Hierbleiben auf Messers Schneide. Da war dann eine „Schulstunde“ die Folge, wir arbeiten noch daran. Es war ein Missverständnis zwischen Honey und mir. Mein Mann lässt sie frei laufen, ich nicht, da ich denke, das geht erst, wenn ich sie sicher abrufen kann. Honey war der Meinung, an dieser Stelle wird die Leine los gemacht und ist losgespurtet und ich war zu überrascht.

Dein Hund heute

Wie würdest du deinen Hund heute beschreiben?

Großer Hund mit großem Herz, keinerlei Aggression, liebt alles und jeden, meldet aber auch, wenn etwas nicht passt. Das einzige, was manchmal stört: sie „hütet“ uns und liegt dabei grundsätzlich im Weg 😊Und ist ein riesen Kuschelmonster, davon kann sie fast nicht genug bekommen.

Was hast du durch deinen Hund gelernt?

Dass ich trotz unserer anderen Hunde, mit denen ich keine Probleme hatte, immer noch nicht genug Führung ausstrahle. Das ist meine Achillessehne.

Wie hat dein Hund dein Leben verändert?

10kg weniger 😊 das Laufen tut gut und es darf gerne noch weiter gehen.
Ich sage immer, das Schlechte an einem Hund ist, dass man bei jedem Wetter raus muss. Und das Gute an einem Hund ist, dass man bei jedem Wetter raus muss.

Deine Erfahrungen und deine Tipps

Was möchtest du Menschen mit auf den Weg geben, die überlegen, einen Hund aus dem Tierschutz aufzunehmen?

Das kommt immer auf den Hund an. Unsere Hunde waren bisher alle aus dem Tierschutz und ich denke, dass ist kein Fehler.

Gibt es etwas, das du im Nachhinein anders machen würdest?

Die großen Pfoten nicht ignorieren. Wir haben die wohl gesehen, aber auch schon Hunde, die trotz großer Pfoten nicht so groß waren. Wir haben dann den Aussagen der Vermittler geglaubt.