Collie

Manuela Jung stellt ihren Urmel vor:

Welche Hunderasse hast Du und wie ist der Name des Hundes?

Vor etwa zwei Jahren habe ich einen amerikanischer Langhaar-Collie adoptiert und ihn Urmel genannt. Ja, er heißt wie der „Drache aus dem Eis“ aus der Augsburger Puppenkiste…

Urmel Foto: M.Jung

Was ist für Dich das Besondere an dieser Rasse?

Neben der Erscheinung vor allem der sanfte und sensible Charakter dieser Rasse. Wenn ich Urmel beschreiben soll, dann ist er ein sehr sensibler, einfühlsamer, verkuschelter Clown, der genau weiß, wie er mich herausfordern oder um den Finger wickeln kann. Mit ihm wird es nicht langweilig.

Collie Urmel_Foto M.Jung

Wie gestaltet sich die Erziehung? Gibt es etwas, worauf zu achten ist?

Ein Collie braucht keine „strenge Erziehung“, im Gegenteil, denn dann wird der Collie stur und dickköpfig. Er lernt spielend (gern mit Leckerlis) und freut sich über Lob, wenn er seinem Menschen gefallen hat. Als Familienhund sucht er ständig die Nähe seiner Menschen und ist nicht gern zu lange alleine.

Die Begrüßung geht schon mal mit einem markerschütternden Freudengeheul einher und auch sonst ist der Collie sehr kommunikativ. Hier muss sein Mensch erzieherisch eingreifen, damit das Gebelle nicht zur Gewohnheit wird. Wir haben ganz einfach das Wort „still“ oder „Psst“ gelernt und er hört da auch (meistens) drauf.

Der Collie gilt in der Literatur als „Anfängerhund“. Das stimmt, dennoch ist bei dieser Rasse viel Einfühlungsvermögen nötig, um seinem Wesen gerecht zu werden. Schreien, strafen oder Nichtbeachten sind bei diesem Sensibelchen die falschen Erziehungsansätze. Wobei man sensibel nicht mit ängstlich verwechseln darf. Der Collie hat zwar eine sehr ausgeprägte Beißhemmung, Eindringlinge werden aber mutig verbellt (dafür springt man dann auch mal locker über den ein Meter hohen Zaun).

Foto M.Jung

Wie viel Auslauf braucht diese Rasse?

Anders als der Border Collie braucht der Collie nicht so viel Auslauf und Beschäftigung. Tägliche Spaziergänge, Freilauf und Spiel (z.B. mit dem Frisbee oder Suchspiele) sollten aber fest eingeplant werden. Ansonsten findet er gelegentliches Faulenzen auch mal ganz toll und das vorzugsweise langausgestreckt auf der Couch zwischen seinen Menschen.

Foto M.Jung

Für wen eignet sich diese Hunderasse? Kann dieser Hund in der Wohnung gehalten werden oder sollte ein Haus mit Garten vorhanden sein?

Die Hunderasse eignet sich im Prinzip für jeden. Für Familien mit (nicht zu kleinen) Kindern, aber auch für Aktive, die einen tierischen Begleiter zum Joggen oder einfach zum Spazierengehen suchen. Als Hütehund ist er ebenfalls einsetzbar. In diesem Fall sollte man aber einen Welpen aus einer Arbeitslinie adoptieren.

Die reine Wohnungshaltung wird dem Collie nicht gerecht. Ein Haus mit Garten ist optimaler, wie für jeden anderen Hund auch.

Foto M.Jung