Zahnpflege beim Hund

Von Zahnschmerzen, Karies und andere Zahnerkrankungen sind mittlerweile auch viele Hunde betroffen. Wie beim Menschen spielt die Ernährung eine Rolle und zudem müssen die Zähne gepflegt werden.

Ich habe Deborah Fürst über Zahnpflege beim Hund befragt. Sie ist eine Schweizerin, die in Aguilas (Spanien) als Tierärztin praktiziert.

 

Ich lese im Internet immer wieder, zur Zahnpflege des Hundes gehöre das Zähneputzen mittels Zahnbürste. Ist das wirklich notwendig? Oder wie können Hunde ihre Zähne auf andere Weise pflegen?

 

Das Zähneputzen mit Zahnbürste ist eine Option von mehreren  für die Zahnpflege und die erfolgreichste. Das Zähneputzen mit Zahnbürste funktioniert nur, wenn man beim Welpen beginnt,  sodass sich kein Zahnstein bildet und dass er sich daran gewöhnen kann. Damit man erfolgreich ist, sollte es täglich verübt werden.

Es gibt noch andere Möglichkeiten die Zahnsteinbildung zu verringern; zum Beispiel:

  • Zahnreinigungsstangen. Die müssen dem Hund täglich verabreicht werden, damit sie funktionieren und nicht alle funktionieren gleich. Die einen funktionieren nur über kauen und andere enthalten zusätzlich noch Substanzen, die bremsen die Zahnsteinbildung.
  • Zahnpflege Pulver: ist ein Pulver das täglich verabreicht werden soll und man erkennt erste Resultate nach drei Wochen. Es funktioniert über die Durchblutung im Mund, es verhindert die Ablagerung von Zahnstein und weicht den Zahnstein, der schon da ist, auf.

Wie kommt es, dass Hunde Karies und andere Zahnkrankheiten bekommen?

Meistens ist der Grund, dass die Hunde zuckerhaltige Nahrungsmittel bekommen, die zu Karies führen. Dazu kommt noch, dass mehrere Nahrungsmittel  für Hunde Zucker enthalten, wie zum Beispiel einige Hundeleckerlis. Es gibt heut zu Tage Hundeleckerlis, die kein Zucker enthalten.

Ungefähr 85% der Hunde über 3 Jahren haben Zahnsteinbildung und Symptome von Zahnfleischkrankheiten.

Der Zahnstein bildet sich größtenteils wegen der bakteriellen Ablagerung auf den Zähnen. Darum ist tägliches Zähneputzen am effektivsten.

Woran erkennt man, dass der Hund Zahnschmerzen hat?

Ein Hund hat Zahnschmerzen, wenn er nicht mehr sehr viel frisst oder/und viel langsamer. Die einen Hunde hören sogar ganz auf zu fressen,  wenn sie sehr starke Zahnschmerzen haben. Hunde die sehr viel Zahnstein haben, haben meist auch Zahnfleischentzündung,  was anfangs nicht sehr schmerzvoll ist, aber die Entzündung wird immer mehr, wenn man den Zahnstein nicht entfernt und so auch die Schmerzen. Die größten Schmerzen haben sie,  wenn die Zähne locker werden,  weil das Zahnfleisch

so stark entzündet ist, dass sogar die Zahnwurzeln von den Bakterien angegriffen sind. Wenn ein Hund einen lockeren Zahn hat, muss der chirurgisch entfernt werden, weil die Entzündung auch von den Zahnwurzeln auf den Knochen übergehen kann.

 

 

Deborah Fürst

Ctra. Pulpi panel 7 buzón 15, 30813 La campana (Lorca)

Tel.620449078

E-Mail: deborah_fuerst@hotmail.com

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