Wunder, Wende – Wunderbar!

Der Jahreswechsel von 2016 auf 2017 war von Wunder und Wende geprägt. Ich finde das wunderbar und freue mich, dass nicht nur das Jahr, sondern auch unser Leben gewechselt hat. Eigentlich weiß ich gar nicht, mit welchem Wunder und welcher Wende ich anfangen soll. Nun, ich erzähle einfach mal drauf los.

Wunder und Wende die Erste

Das erste Wunder und die erste Wende erlebte meine Kumpeline Blanca. Es war im Oktober, als eine Frau durch Zufall mit ihrer Hündin zu uns kam. Wir kannten sie nicht und lernten sie kennen. Es gibt ja keine Zufälle, sagt meine Menschin, oder eher: Es gibt Zufälle im Sinne von „es fällt einem zu“. Jedenfalls waren die Frau und die Hündin echt nett und sehr sympathisch. Und so zogen beide zunächst  in unseren Wohnwagen.

Die Frau hat ein großes Herz, für Menschen und für Tiere, aber besonders für Tiere. So kümmerte sie sich von Anfang an ein wenig um die Blanca. Die kennt ihr doch, oder? Meine Boxer-Freundin, die ein Dasein an der Kette fristete und zwischendurch mit meiner Menschin und mir spazieren ging oder zu mir in den Garten kam.

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Mehr Spaß als Mensch-Hund-Team

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Blanca war auch im Winter an der Kette und glaubt mir, auch in Spanien  sind die winterlichen Nächte winterlich kalt. Blanca fror wie Espenlaub. Das war echt schlimm. Meine Menschen legten ihr zwar immer mal wieder Decken in die Hütte, doch Blanca hatte ja nichts zu tun. So nutzte sie die Decken tagsüber  als Spielzeug und zerriss sie in tausend Stücke.

Während ich also am warmen Ofen, oder auf einer kuscheligen Decke oder bei meiner Menschin im Bett lag, musste Blanca die Kälte aushalten.

Die Menschen von Blanca wollten meine Boxer-Kumpeline nicht abgeben,  warum weiß nur der Geier. Aber dann kam die Frau und es geschah ein Wunder und eine Wende: Sie bekam Blanca geschenkt.

Meine Boxer-Kumpeline konnte anfangs ihr Glück noch gar nicht fassen. Jetzt hatte sie eine Menschin, die sich um sie kümmerte, die ihr die verspannten Muskeln massierte und die sie tröstete, wenn sie nachts Alpträume hatte. Jetzt geht Blanca jeden Tag viel spazieren, mit der Frau und der Hündin. Und jetzt liegt sie am warmen Ofen, auf einer kuscheligen Decke oder bei ihrer Menschen im Bett…denn es geschahen noch ein Wunder und eine Wende…

Wunder und Wende die Zweite

Seit zwei Jahren hörte ich meine Menschen immer wieder darüber reden, dass sie gerne noch einmal im Wohnmobil leben würden. Damals, da war ich noch nicht geboren, wohnten meine Menschen sieben Jahre in einem Wohnmobil. Kimba, meine Stiefoma und Lucky, mein Stiefopa, waren damals dabei und hatten mir begeistert davon erzählt. Sie hatten stets Abwechslung, rochen neue Gerüche, lernten neue Gegenden kennen und waren täglich viel draußen.

Das alles kenne ich ja auch, denn manchmal fahren wir mit Kulti – unserem Wohnmobil – weg und das genieße ich immer in vollen Zügen.

So hörte ich stets gespannt zu, wenn meine Menschen wieder davon sprachen, noch einmal eine Zeit lang im Wohnmobil leben zu wollen. Nun ja, es blieb aber bei dem Gerede…bis das Wunder und die Wende geschahen.

Als wir Weihnachten mit Kulti am Strand waren, gingen wir eines Nachmittags eine lange Runde spazieren. Ich hörte wieder einmal, wie meine Menschen über dieses Thema redeten. Da bisher eh nix dabei herum kam, hatte ich ein Ohr bereits auf andere Geräusche gerichtet, als das andere Ohr Folgendes vernahm: „Ok, wir machen das jetzt einfach!“ …“Genau, wenn nicht jetzt, wann dann. Wir machen das jetzt!“

Sollte es tatsächlich wahr werden? Ich war ziemlich aufgeregt, aber auch noch skeptisch.

Cooles Leben – wunderbar!

Als bereits das neue Jahr angebrochen war, fuhren wir mit Kulti zu unserem Häuschen. „Na super“, dachte ich, „von wegen Leben im Kulti!“

Ich trottete ins Haus, sprang aufs Sofa und rollte mich beleidigt zusammen. Menschen, tsts.

Aber, Ruhe hatte ich nicht, denn meine Menschen räumten Schränke aus, trugen einige Sachen in den Wohnwagen und viele Sachen zum Müllcontainer. Mmmh, was ging hier vor sich?

Ich wurde unruhig und legte mich im Garten auf meinen Beobachtungsposten.

Dann kam die Frau und sprach mit meinen Menschen. Und dann musste ich in den Kulti gehen. Und dann kam nicht nur die Frau, sondern auch ihre Hündin und ihre Blanca. „Poh, gibt es doch nicht“, dachte ich, „da gehen Hündin und Blanca wie selbstverständlich in mein Haus und legen sich auf meinen Beobachtungsposten!“

Ich wollte schon die ganz große beleidigte Leberwurst spielen, als meine Menschin zu mir kam und sagte: „Emma, wir werden jetzt im Kulti wohnen und die Frau und ihre Hunde werden im Haus wohnen.“

Im Kulti wohnen? Hatte ich da richtig gehört? Wooow, welch wunderbare Wende!

Ich freue mich und meine Menschen freuen sich ebenfalls und Blanca und ihre Freundin wirkten auch erfreut und ich glaube, die Frau freut sich ebenso. Schön, mit welcher Freude das neue Jahr beginnt.

Ich hoffe, bei euch ist auch Freude da!? Gab es bei euch auch ein Wunder oder eine Wende oder wird es das bald geben?

Ich werde euch immer mal wieder berichten, was ich gerade erlebe und sobald wir on Tour gehen, laufen die Berichte auf der Kulti-Seite weiter.

Jetzt hatte ich jedenfalls schon ein Erlebnis in den Bergen Lorcas: Entspannung, viel Natur um uns herum, ein Bach und weißer, glatter Boden. Es war toll und wunderbar!

Hier ein kleines Filmchen vom Strand und von der Tour in die Berge.

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