Wie bist Du auf den Hund gekommen? – Walburga Kranholdt erzählt, wie sie zu Leila kam

Bei MeinTierischerFreund kann jeder Hundehalter erzählen, wie er auf den Hund kam. Frau Walburga Kranholdt berichtet, wie die Hündin Leila in ihr Leben trat:
Vor zwei Jahren wurden wir im Internet auf einen Verein aufmerksam gemacht, der sich mit der Vermittlung von Hunden aus Deutschland und Spanien befasste. Wir schauten uns auf dieser Seite um, denn ich wollte eigentlich schon immer einen Hund haben. Wir sahen dann nach einigem Suchen einen Hund, wo ich spontan zu Klaus sagte, “den oder keinen.”
Wir begannen daraufhin einen Mail-Austausch mit einigen Mitgliedern von diesem Verein, sowie Telefonate, wo wir jedesmal unser Interesse genau an diesen Hund bekundeten. Leila war zu dieser Zeit noch in Spanien und in einem Tierheim untergebracht. Bei einem weiteren Telefonat erfuhren wir, das Leila mit einem schon gebuchten Flug von Spanien nach Deutschland (München) unterwegs war.
Als Leila ca. 14 Tage schon bei einem Vereinsmitglied in Pflege war, vereinbarten wir einen Termin, um Leila kennenzulernen und evtl. auch gleich mitnehmen zu können.
Dann endlich war es soweit und wir fuhren mit dem Auto nach München. Wir gingen in unsere Pension und fragten uns, ob wir Leila vielleicht noch heute zu sehen bekommen könnten. Also beschlossen wir anzurufen und nachzufragen ob es möglich wäre, Leila noch zu sehen. Uns wurde bestimmt aber freundlich erklärt, das der vereinbarte Termin erst 1 Tag später sei und woher wir eigentlich ihre Telefonnummer hätten. Wir erklärten uns kurz und damit war das Gespräch dann auch beendet.

Kurze Zeit später klingelte das Handy und die gleiche Stimme von vorher erklärte uns, dass wir pünktlich um 20 Uhr bei ihr klingeln sollten und sie käme dann mit Leila raus.

Natürlich waren wir pünktlich und wurden am Haus von einer Frau begrüßt die mir sofort bekannt war, es war Sonja Zietlow ( sie ist glaube ich auch die Vorsitzende des Vereins). Nach kurzem Gespräch sind wir dann mir vier Hunden zu einem naheliegenden Sportplatz gegangen. Natürlich war Leila dabei. Nach einer halben Stunde sind wir zurück und haben nach einem kurzen Gespräch Leila mit in die Pension genommen.

Leila Foto: W. Kranholdt

Leila
Foto: W. Kranholdt

Der weitere Abend verlief ruhig und wir konnten sogar schlafen, natürlich haben wir uns in der verbleibenden Zeit auch mit Leila beschäftigt.

Die kurze Nacht verlief ruhig und das einzigste Problem hatte ich mit dem Bett, es war einfach zu weich. Am nächsten Morgen schlief die kleine Madame recht lange und ich habe dann unser Frühstück besorgt (Pension ohne Frühstück, zu spät gelesen, aber Kaffee gabs bis zum abwinken). Der nächste Termin am Freitag war erst um 14 Uhr, wir also an die Isar gefahren und mit dem Hund eine Stunde spazieren gegangen, danach noch eine kleine Pause beim Brückenwirt im Biergarten.

Danach war es schon fast soweit und wir konnten wieder zu Sonja Zietlow fahren. Wir wurden schon erwartet und sind wie

der eine Runde durchs Gelände. Dabei wurden wir “peinlich” befragt, warum und wieso wir gerade diesen Hund haben möchten.
Nach der Runde haben wir die Zusage erhalten und es konnte der Adoptionsvertrag unterschrieben werden.
Danach haben wir uns gegenseitig recht freundlich verabschiedet. Sind zurück zur Pension, unsere Sachen gepackt und wieder 800 km zurück nach Hause

Während der ganzen Fahrt rührte Leila sich kaum. Zwischendurch machten wir Pause um einem natürlichen Bedürfniss nachzugehen und uns die Beine zu vertreten. Leila blieb bei al

lem ruhig. Sie wirkte eher phlegmatisch und gleichgültig und auch traurig.

Zu Hause angekommen wurde Leila lebhafter und es wurde erst mal alles ausgeschnüffelt und begutachtet.

Nach zwei Tagen entwickelte sich dann aus dem beschriebenen Traumhund des Vereins ein Alptraum-Hund und wir machten fast ein halbes Jahr lang einen richtigen Hundeterror mit. Oft war ich -rum und dran Leila eigenhändig wieder nach München zu fahren und ihnen den über alles gepriesenen Traumhund vor die Tür zu setzen.

Als Leila anfing uns endgültig zu entgleiten, schalteten wir einen Hundetrainer ein und gingen mit Leila bis heute regelmäßig zum Hundetraining.

Leila beim Hundetraining Foto: W. Kranholdt

Leila beim Hundetraining
Foto: W. Kranholdt

 

Jetzt ist sie das was ich mir gewünscht habe, nämlich mein Traumhund und ich liebe sie sehr – ja wenn da nur nicht dieser verflixte Jagdtrieb wäre, der tief in ihr steckt…….. aber damit komme ich auch mittlerweile zurecht, “denn in jedem Hund steckt ein bisschen Wolf”

Jetzt haben wir Leila über zwei Jahre und ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken.

Leila ist ein Straßenhund aus Spanien. Sie war 8 Monate alt, als wir sie bekamen. Jetz ist sie zweieinhalb Jahre alt…und  zu Anfang als wir sie hatten, war es Liebe auf den zweiten Blick (auf beiden Seiten).
Heute sind wir unzertrennlich.

Kommentar verfassen