Von Wagenfahrten und Meer

Nun ist Milo fast einen Monat bei uns. Im neuen Jahr hat er die erste Fahrt mit dem Wohnmobil mitgemacht, Strandspaziergänge und eine Picknick-Tour mit Joggerwagen genossen.

Der Joggerwagen kam an

Wir hatten schon befürchtet, dass der Joggerwagen zurück zum S(p)ender geliefert würde. Aber, es lag tatsächlich nicht an DHL, sondern an unserer bisherigen Postadresse: Der Wirt hat plötzlich beschlossen, keine Pakete mehr anzunehmen. Wäre nett gewesen, uns zu benachrichtigen, denn zwei Tage zuvor war das noch kein Problem. Nun müssen wir mal schauen, wohin wir zukünftig Pakete (auch Futter) liefern lassen. Bis zu uns ins Campo kommt nämlich kein Paketdienst.

Der DHL-Bote war wirklich super nett, hat uns angerufen und einen Treffpunkt vereinbart. Zuhause waren wir dann wieder mal überrascht: Wir wussten ja vom Jogger, aber wir wussten nicht, dass sich noch mehr im Paket befindet:

Karin, die den Jogger samt Hundezubehör spendete, sagte mir, dass alles, was Milo nicht passt oder zu viel ist weitergespendet werden kann. Ist das nicht toll?! Es waren noch mehrere Geschirre dabei sowie Halsbänder. Ein Mantel passt Milo perfekt, der andere ist zu groß. Geschirre haben wir nun verschiedene ausprobiert – das geht mit Milo einfach nicht. Durch seinen Rückenschaden verbiegt er sich, sobald er zur Seite geht. Er ist nun mal immer angeleint und die Leine hat auch ein Ende. Das tut dann seinem Rücken gar nicht gut. Deshalb bleibt das Halsband am Hund.

Die Geschirre werde ich somit weiterreichen – Vielen Dank, Karin!

Die ersten Strandtage mit Milo

Am Tag nach der Jogger-Lieferung fuhren wir zum Strand und das mit unserem momentanen Zuhause: Dem ausgebauten LKW. Milo fährt hinten im Koffer mit. Dort stellen wir für die Fahrt eine Box auf, in die seine Decke gelegt wird und er somit sicher und bequem liegen kann.

Die Fahrt war auch überhaupt kein Problem: Er legt sich hin und schläft. Aber danach war er erstmal unruhig. Es war wohl für ihn äußerst seltsam, dass sein Haus an einem für ihn fremden Platz landete. Nach einer Zeit wurde er wieder entspannt und konnte dann die Spaziergänge genießen.

An manchen Stellen muss er getragen werden. Felsen kann er nicht klettern. Was Milo mittlerweile richtig gut macht: Er lässt sich von Gerd bestens führen. Sobald enge Wege, holprige Stellen o.ä. passiert werden müssen, geht Milo direkt neben Gerd und lässt sich von ihm leiten.

Emma war happy, dass sie ihren besten Freund Robin wiedersehen konnte. Milo lernte dann auch direkt mal Robin und die anderen zwei Hunde kennen. Alles verlief sehr sehr friedlich und freundlich – sind halt alles wirklich tolle Hunde 🙂

Picknick-Tour mit Joggerwagen

Sonntag war es dann soweit und wir machten einen langen Spaziergang mit dem Joggerwagen. Die ganze Strecke hätte Milo nicht geschafft. So konnte er mal laufen und mal im Wagen kutschiert werden.

Das war sehr sehr schön und hat uns sehr viel Freude gemacht.

Neues Hundebett für Milo

Gestern bekam Milo wieder etwas geschenkt: Gitti, unsere Freundin und Nachbarin, brachte Milo ein Hundebett. Milo hat es direkt mal getestet und für gut befunden. Danke, Gitti und Lukas!

Der Podenco und seine Jagdlust

Milo ist zwar alt und hat mehrere Gebrechen, aber dass er ein Podenco ist kann er nicht verleugnen. Seine Nase ist immer auf der Suche nach Spuren und Gerüchen. Und heute Morgen zeigte er wieder mal, dass seine Jagdpassion noch voll und ganz vorhanden ist.

Emma scheuchte einen echten Hasen (hier eher selten zu sehen) aus dem Gebüsch. Gott sei Dank war sie abrufbar und setzte sich sofort auf mein „Stopp!“ hin. Milo sieht zwar so gut wie nichts mehr, roch aber natürlich den Hasenduft. Uiui, da vergisst er total, dass er ein älterer Herr mit tauben Ohren und blinden Augen ist. Ohne Leine wäre er direkt … vor den nächsten Busch gerannt.

Milo hat nun übrigens die Medikamenten-Phase zu Ende – Gott sei Dank. Ich bin ja überhaupt kein Fan davon, Hunden so viel Chemie einzuflößen und war sehr sehr skeptisch, ob das gut geht. Ein Hund, der immer noch viel zu dünn ist und dann Antibiotika + Ypozane (chemische Kastration). Aber: Hätten wir das nicht gemacht, wäre die Zyste in Milos Prostata gewachsen. Eine Alternative gibt es für ihn nicht. Er hat alles gut vertragen, war aber zunächst träge. Fröhliches Lostraben und Laufen war nicht mehr. Gott sei Dank ist das wieder zurückgekommen. Er trabt wieder, freut sich auf die Spaziergänge, frisst gut, trinkt gut.

Und eine Sache können sowohl Emma als auch Milo besonders gut: Betteln :))

Ja, so darf es weitergehen. Wir wünschen Euch eine schöne Woche mit vielen lustigen und fröhlichen Erlebnissen. Bis zum nächsten Mal.



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