Salz-Stein-Bad und Wachstumsschub – ein Wochenende am Strand

Hi Ihr da, vorm PC. Wir haben wieder ein Wochenende am Strand verbracht und ich dachte, ich lasse Euch mal teilhaben. Wahrscheinlich sitzt Ihr im Regen und da schick ich Euch mal ein paar Sonnenbilder – ganz schön gemein oder? *kicher*

Forschen und beerdigen

Meine Menschen parkten den Wohnwagen am Playa Elena. Da kann man ganz toll schwimmen und das Wasser war glasklar. Außerdem gibt es da aufgestapelte Steine und viele Salzpfützen. Die haben meine Menschin und ich erforscht. Meine Menschin hat über die Steine und auf die Salzpfützen geschaut und mich interessierte mehr, was unter den Steinen zu sehen war.

Natürlich habe ich auch ein Bad genommen. Das tut einfach saugut. Und ich entdeckte einen kleinen toten Vogel. Den habe ich meiner Menschin gezeigt und sie hat ihm ein Grab geschenkt. Jetzt kann die kleine Seele ganz friedlich über die Regenbogenbrücke fliegen.

Als wir von unserer Forschungs- und Begräbnistour zum Wohnwagen kamen, hatte unser Mensch schon Feuer im Eimer gemacht. Das fand ich sehr gut, denn es dauerte nicht lange und die köstlichsten Würste und Fleischstücke landeten vom Feuer auf den Tellern meiner Menschen und stückweise auch in mein Maul – *sabber*.

Zack – Nun ist Schluss mit Unterwerfung

Ich bin gewachsen, so innerlich. Meine Menschen finden das gut – naja, bis auf heute Morgen. Da bin ich wohl ein Stück zu weit gegangen. Aber ich übe ja noch.

Es gab und gibt da so Hunde in meinem Leben, die waren lange Zeit echt sehr unnett zu mir. Bisher habe ich mich geduckt und denen so viel Raum gegeben, dass für mich nur noch eine kleine Ecke übrig blieb.

Damit ist nun Schluss und an diesem Wochenende habe ich schon zwei Hunden gezeigt, wo der Hammer hängt.

Die eine Hündin heißt Bär. Die ist eigentlich ganz nett, aber die hat mich oft angeknurrt, weggebellt und legte sich dann einfach vor meinem Wohnwagen. Ich bin dann weit weg gegangen und habe mich mit großem Abstand zu ihr hingelegt. Na toll, dachte ich immer wieder, nu liegt diese Hündin bei meinen Menschen, in meinem Raum und ich ziehe mich zurück.

Diesmal sollte es anders sein. Bär näherte sich dem Wohnwagen und wollte sich schon wieder zu viel Raum nehmen. Ich ging ganz langsam zu ihr hin, machte mich nicht klein, sondern drückte mit meiner Körperhaltung aus, dass sie meinen Raum nicht mehr in Anspruch nehmen kann. Um das zu unterstreichen, gab ich ein leises, aber sehr bestimmtes Knurren von mir. Missverständnisse konnten somit nicht aufkommen. Und siehe da: Bär drehte sich direkt um und schlich davon. Man war ich stolz und ich fühlte mich sehr wohl. Endlich wurde ich ernst genommen.

Heute Morgen wollte ich meine neue Macht direkt nochmal ausprobieren. Da hat die Wut aber irgendwie die Übermacht genommen. Chleo, eine Yorkshire-Dame, kam auf uns zu, als meine Menschen am Frühstückstisch saßen. Chleo mag ich wirklich sehr gerne. Aber: Sie klaut mir immer wieder mein Futter. Kurz vorher hatte ich mir nämlich einen Vorrat angelegt und ein Wurststück vergraben. Chleo marschierte geradewegs auf diesen Vorrat zu. Das ging eindeutig zu weit und mir wäre fast die Hutschnur geplatzt, hätte ich denn einen Hut gehabt. So platzte mir nur mein Kragen und ich stürzte mich auf Chleo. Die lag wimmernd unter mir. Meine Menschin kam dazu und sagte mir, ich soll das lassen. Hab ich dann auch sofort getan und meine Wutattacke beendet. Ich war so aufgeregt, dass meine Zähne klapperten. Keine Ahnung, was da mit mir passierte. Ich blickte zu Chleo, die wie ein geprügelter Hund zu ihrer Menschin schlich – naja, wie ein geprügelter Hund ist gut gesagt. Sie wurde ja verprügelt und zwar von mir. Von mir! Oh man, da habe ich wirklich übertrieben.

…aber trotzdem bin ich froh, dass ich mich jetzt durchsetzen kann und ich nicht mehr die Prügelknäbin von den Hunden bin, die mich bisher an die Seite drängen konnte. Mein leises Knurren werde ich mit Sicherheit noch öfter erklingen lassen. Die Wutattacke tat aber weder Chleo noch mir gut. Zu viel verschwendete Energie, die besser zu nutzen ist.

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