Menschen verstehen uns manchmal nicht

Manchmal sind Menschen wirklich merkwürdig. Da will man helfen oder vorbeugen und wird nur fragend angeschaut. Dabei bin ich meiner Menschin gerne behilflich und sorge auch für mich gerne vor.

Menschen und die Tiersprache…

Vor einigen Tagen stand eine Falle im Garten und als ich morgens nachschauen ging, was da drin war, sah ich eine junge Ratte. Die sah echt süß aus und schaute mich mit großen Augen an. Ich freute mich und freute mich noch mehr, als meine Menschin die Ratte mit Falle ins Auto stellte. „Juhu“, dachte ich, „Ratti geht mit uns spazieren!“

Wir fuhren den Weg hoch, in die Natur hinein. Meine Menschin parkte das Auto, ließ mich aussteigen und holte dann Ratti heraus. Sie setzte die Falle vor einen Busch. „Ok“, dachte ich, „Ratten schnuppern wohl gerne mal im Busch herum!“ Ich war gespannt und schaute zu, wie die Ratte aus der Falle sprang und unter den Busch lief.

Meine Menschin stand auf, drehte sich um und sah, wie Ratti sich an ihre Hose geklammert hatte. Für mich war ganz klar: Ratti wollte uns nicht verlieren und getragen werden. Aber meine Menschin kapierte mal wieder nix. Sie schob die Ratte mit der Hand wieder auf den Boden und drehte sich wieder um, ging ein Stück, schaute nochmal zu Ratti, um festzustellen: Sie hing wieder an Menschins Hose.

Also spätestens jetzt hätte meine Menschin eine Erleuchtung haben müssen. Hatte sie aber nicht. Ich wollte Ratti von der Hose pflücken und selbst tragen. Das wollte aber meine Menschin nicht. Sie schob die Ratte wieder auf den Boden, lief dann geschwind zum Auto, stellte die Falle hinein, ließ mich ins Auto springen und wir fuhren wieder weg.

Na schöne Schei…, dachte ich. Nun ist Ratti alleine. Ich habe meine Menschin immer wieder angestupst, aber sie glaubte, ich wolle gestreichelt werden.

In den nächsten Tagen habe ich immer wieder an diesem Buch nach Ratti gesucht, aber sie war weg. Meine Menschin hat nicht verstanden, warum ich an dieser Stelle nicht direkt auf ihren Rückruf reagieren konnte. Frollein, nennt sie mich dann, pffff.

Du hast da was verloren!

Ratti hat Familie, eine Großfamilie und nachts hört man die Familie auf dem Hausdach rumlaufen. Das ist sehr laut und meine Menschen finden das nicht so toll. Also wurde wieder die Falle aufgestellt. Gestern Morgen ging ich wieder nachschauen und siehe da: Es saß wieder eine süße Ratte in der Falle. Meine Menschin kam auch gucken und sagte: „Oh, putzig.“

„Ok“, dachte ich, „diese Ratte heißt Putzig und weil sie einen Namen hat, wird sie bestimmt mein neuer Kumpel. Ich fand Putzig toll und freute mich, als meine Menschin die Falle samt Putzig nahm und ins Auto stellte.

Heute gibt es bestimmt einen gemeinsamen, ersten Spaziergang mit Putzig. Wir fuhren im Auto den Weg hoch, in die Natur hinein. Meine Menschin hielt am Wegrand an und stieg aus. Sie holte Putzig mit diesem Käfig heraus und ich dachte: „Ok, sie möchte Putzig die schönen Rosmarinsträucher zeigen. Meine Menschin ist schon toll!“

Und dann passierte es: Der Käfig öffnete sich und Putzig sprang heraus! Meine Menschin merkte das gar nicht, stellte den leeren Käfig ins Auto und fuhr weiter.

„Oh jeee“, dachte ich, „meine Menschin ist so schusselig!“

Meine Menschin parkte das Auto ein ganzes Stück weiter von Putzig entfernt. Wir stiegen aus und ich rannte los. Ich rannte und rannte und hörte meine Menschin rufen. Kurz hielt ich an, schaute sie an und sagte ihr mit meinem Blick: „Ich komme gleich! Du hast da was verloren!“

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Meine Menschin kam schnellen Schrittes in meine Richtung, während ich die Rosmarinsträucher absuchte und schnell fündig wurde: Da saß Putzig und schaute mich mit großen Augen an. Ich nahm ihn vorsichtig ins Maul und lief geschwind zu meiner Menschin.

Ich wedelte und freute mich, dass ich ihr den verloren gegangen Putzig wiederbringen konnte. Aber Menschen, die kapieren ja nix.

Anstatt sie Putzig an sich nahm, musste ich ihn loslassen, mich hinsetzen und zuschauen, wie Putzig ins Gebüsch und den Hang runterlief.

Jetzt ist Putzig weg, schade.

Vorbeugende Maßnahmen

Ich treffe vorbeugende Maßnahmen und sehe dann in fragende Augen meiner Menschin. Zum Beispiel machen wir unterwegs immer zwischendurch ein lustiges Fangspiel. Meine Menschin ruft mir zu: „Emma, fang!“. Dann wirft sie ein Leckerli hoch und ich fange es auf. Das kann ich sehr gut und meine Menschin freut sich dann.

Oft habe ich aber noch keine Lust zum Essen. Also suche ich eine geeignete Stelle und vergrabe das Leckerli. Meine Menschin steht dann da herum und schaut mir zu. Ihre Augen sprechen Bände: „Was macht die Emma denn da? Wieso vergräbt sie das Essen?“ Oh man, Menschin, ist doch logisch: Wenn ich irgendwann unterwegs Hunger bekomme, habe ich viele Vorräte.

Wir haben noch ein lustiges Spiel. Eines Tages nahm meine Menschin einen kleinen Ball mit. Damit haben wir ein kurzes Ball-werf-und-bring-Spiel gemacht. Wenn ich keine Lust mehr habe, lasse ich den Ball einfach liegen. Beim nächsten Spaziergang nehme ich ihn wieder auf und fordere meine Menschin zum lustigen Spiel auf.

Heute Morgen lag der Ball nicht mehr an der Stelle, an der ich ihn gestern liegen ließ. Mmh, mir war klar, hier schlich ein anderer Hund herum, der mit meinem Ball spielt. Das geht ja mal gar nicht. Also spielte ich zuerst das lustige Spiel mit meiner Menschin und suchte dann eine gute Stelle aus, an der ich den Ball verbuddelte.

Ihr hättet den Blick meiner Menschin sehen sollen. Könnte ich lachen, ich hätte mich schlapp gelacht. Sie versteht mal wieder nicht, dass ich vorbeugende Maßnahmen treffe. Aber irgendwann wird sie das auch noch verstehen, da bin ich sicher. Ich übe ja täglich mit ihr, damit sie die Hundesprache und das Hundeverhalten lernt.

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Ach ja, und noch was mache ich: Überall liegen ja Stöcke rum und da sich meine Menschin gerne die Natur anschaut, zerkleinere ich die Stöcke. So schütze ich meine Menschin vor dem Stolpern über Stöcke, wenn sie mal wieder träumend durch die Gegend läuft.

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Meine Menschin hat zum ersten Mal meine Geschichte vertont, damit Ihr sie hören könnt. Sie muss noch ein bisschen üben, aber für das erste Mal ist es ganz gut, finde ich, oder? P.S.: Sie kann ihren rheinländischen Ursprung nicht verleugnen, wuff.

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