Jeden Morgen grüßt das Hundetier oder: Warum ich keine Langschläferin mehr bin

Morgens lese ich meistens in einem Hundeforum, bevor ich aufstehe und mit Emma spazieren gehe. Heute las ich von den morgendlichen Abläufen von Hundehaltern. Deshalb schreibe ich Euch heute einmal, wie mein Morgen aussieht.

Es war einmal eine Zeit, da war ich Langschläferin. Also eigentlich bin ich die geborene Langschläferin und diese Eigenschaft konnte ich jahrelang pflegen…bis Emma kam.

Morgens in Ruhe einen Kaffee trinken…

Ich liebe es, morgens noch in Ruhe einen Kaffee im Bett zu trinken, bevor der Tag so richtig beginnt. Seit fast drei Jahren sieht der Morgen aber etwas anders aus, denn meine fellige Freundin ist der Meinung: Draußen ist es hell – Zeit für Action!

Somit grüßt jeden Morgen das Hundetier:

Es ist 7 Uhr oder halb 8, im Sommer auch früher. Draußen wird es hell und ich werde leicht wach, aber nur leicht, eigentlich wäre für mich noch nicht die Zeit aufzustehen…wäre da nicht ein Hund namens Emma.

Psst, noch schläft sie

Psst, noch schläft sie

Kaum habe ich ein Auge geöffnet, wirft sie sich an meinen Körper und hält ihren Kopf ganz still und steif. Ihre Nase berührt fast mein Auge. Ich schaue in dieses Hundegesicht und sage „Guten Morgen“. Sofort bekomme ich einen feuchten, kurzen Hundekuss und direkt anschließend springt Emma auf, stellt sich vor die Türe und tut so, als müsse sie ganz dringend ihr Geschäft erledigen.

Ich weiß, dass das nicht der Fall ist und manchmal bleibe ich einfach liegen. Dann aber springt sie wieder aufs Bett und die Prozedur wiederholt sich. Manchmal stelle ich mich schlafend, allerdings ohne Erfolg. Entweder gibt es dann dauernd kurze, schnelle Hundeküsse oder Emma wühlt sich unter die Bettdecke. Dann liege ich aber halb ohne Decke da, während Emma gemütlich unter der Decke liegt.

Also stehe ich auf, lasse meinen Hund in den Garten, während ich ins Bad wanke. Danach schlurfe ich in die Küche, hole mir einen Kaffee, der bereits von meinem Mann aufgebrüht wurde (Danke an dieser Stelle, für den morgendlichen Kaffee).

Mit der Tasse in der Hand schlurfe ich zurück ins Schlafzimmer, lasse vorher Emma ins Haus und hoffe, dass ich zumindest den halben Kaffee in Ruhe genießen kann. In der Regel nutze ich die Zeit, um meine Mails und im Hundeforum zu lesen.

Emma findet das vollkommen überflüssig und sieht das als verplemperte Zeit an. Sie legt sich aufs Bett und wendet ihren Hypnoseblick an: Frauchen wird durchgehend angestarrt und die Ohren spitzen sich sofort hoffnungsvoll, wenn Frauchen das Hundegesicht anschaut.

Dauert es Emma zu lange, bis Frauchen sich aus dem Bett quält, läuft sie zu Herrchen. Dort hibbelt sie vor ihm herum, fiept und spielt das Theaterstück: Ich muss dringend raus, sehr dringend. Ich kann kaum noch aufhalten!

Mein Mann spricht bedauernde Worte zum Hund: Arme Emma, musst du soooo lange warten? Du arme Maus…

Emma fühlt sich nun richtig bemitleidenswert, rennt ins Schlafzimmer, springt aufs Bett und haut mit der Pfote auf die Tastatur des Laptops.

Der Kaffee duftet und mein Körper würde gerne noch im Bett verweilen. Zack – Pfote auf der Tastatur. Mein Ich versucht das zu ignorieren und nimmt noch einen Schluck des köstlichen Morgengetränks – Zack, Pfote auf der Tastatur. Hund rückt näher, setzt sich direkt neben das Laptop, mit Blick auf Frauchen. Zack, Pfote auf Frauchens Arm. Hund rückt noch näher … ich werfe noch einen Blick auf meinen duftenden Kaffee, lege das Laptop weg und stehe auf.

Emma lacht sich ins Fäustchen - oder Pfötchen

Emma lacht sich ins Fäustchen – oder Pfötchen

Ich lasse Emma in den Garten, gehe ins Bad, dusche, ziehe mich an und nehme Halsband und Leine vom Haken.

Natürlich könnte ich den Morgenablauf ändern und Emma dazu bringen, dass sie mich morgens in Ruhe lässt. Aber ehrlich gesagt lasse ich gerne meinen halben Kaffee stehen, denn mich erwartet ein Spaziergang durch die Natur und der macht mich munterer, als ein Kaffee im Bett.

Wie sieht Euer Morgen aus? Werdet Ihr von Euren Hunden geweckt? Lassen sie Euch schlafen? Ich bin gespannt, auf Eure Berichte!

Guten Morgen

2 Kommentare

  • Ich behaupte jetzt einfach, ich stehe meist mit den Hunden gleichzeitig auf, wenn möglich mit der aufkommenden Helligkeit. Aber ich gehe auch gleich darauf fort. Also kein Kaffee, keine Katzenwäsche, nur Klamotten an und raus.
    Und will ich mal ein wenig länger den Träumen nachschlummern, so gewähren sie mir das. Der Zaubersatz heißt dann: „Noch 10 Minuten“ (oft sind es jedoch mehr). 😉

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