Polski Owczarek Nizinny (PON)

Der Polski Owczarek Nizinny ist eine polnische Hunderasse. Erstmals wurde sie in der Literatur 1779 erwähnt als: „…einfache, wuschelige Hunde, sehr gelehrig, mit großem Verstand und die Gedanken des Schäfers ahnend…“ Er ist ursprünglich ein Hüte- und Hofhund. Die Statur des PONs ist mittelgroß (Schulterhöhe: 42 bis 50 cm), mehr rechteckig wie quadratisch, gedrungen, muskulös. In seinem Fell sind alle Farben und Fleckungen erlaubt.

Bärbel Hommel berichtet über ihre PON-Hündinnen Mia und Kimi

Rasse PON  Foto: Bärbel Hommel von Theraponteam

Rasse PON
Foto: Bärbel Hommel von Theraponteam

Welche Hunderasse hast Du und wie ist der Name des Hundes?

Ich habe zwei PONs. Zwei „Mädels“: Mia und Kimi. Sie arbeiten als Therapiehunde.

Was ist für Dich das Besondere an dieser Rasse?

PON ist die Abkürzung für Polski Owczarek Nizinny, auf deutsch Polnischer Niederungshütehund. Es sind mittelgroße Hunde mit langem, dichtem Fell, welches sie sehr kuschelig aussehen lässt. Ihre Augen sind rassetypisch mit einem Pony bedeckt. Sie haben Schlappohren. Meine „Mädels“ bekommen nur zu ihren Therapiehundeeinsätzen den Pony mit einer Haarspange hochgebunden, damit die Patienten ihre wunderschönen Augen sehen.

Das PON-Fell besteht aus kurzer Unterwolle und langem harschem Deckhaar. Es ist die perfekte Klimaanlage und Schutz für jedes Wetter, jede Jahreszeit. Das lange Haarkleid verpflichtet natürlich zu regelmäßiger Pflege, das heißt, zirka einmal wöchentlich kämmen.

Verliebt habe ich mich in die PONs, weil sie alle „Charakter“ haben und sehr menschenbezogen sind.

Wie gestaltet sich die Erziehung? Gibt es etwas, worauf zu achten ist?

PONs sind sensibel, dickschädelig, Meister im Manipulieren ihrer Menschen, intelligent, selbstbewusst und eigenständig. Dies kann man auf ihre Herkunft als Hüte- und Bauernhofhund zurückführen. PONs benötigen Kopfarbeit und wollen auch körperlich gefordert werden.
Der PON möchte am liebsten überall dort sein, wo auch seine Menschen sind. Die Nähe seines Rudels gibt ihm Sicherheit.

Mia hat bereits die Therapiebegleithundeprüfung bestanden. Kimi ist noch Azubine. Während der Therapiehundeausbildung habe ich gelernt, dass ein PON nicht nur einfach mitläuft und „macht“, was ich von ihm verlange. Er ist kein Befehlsausführer. Mit Liebe, Konsequenz, Ausdauer und natürlich feinen Leckerlies ist es mir gelungen, meine PONs zu überzeugen, mitzumachen. An der Therapiearbeit haben meine „Mädels“ und ich gemeinsam viel Spaß.

Der PON als Therapiehund Foto: Bärbel Hommel

Der PON als Therapiehund
Foto: Bärbel Hommel

Ein Einblick von der Arbeit von Mia und Kimi gibt es auf Facebook bei „Theraponteam“.

Wie viel Auslauf braucht diese Rasse?

Ich wohne mitten in einer Großstadt. Meine beiden PON-Mädels erhalten genügend Auslauf. Jeden Tag zwei bis drei Stunden, die ich abwechslungsreich gestalte. Wir gehen täglich eine große Runde. Das sind etwa eineinhalb Stunden durch den Wald oder über eine Hundewiese. Das andere sind kürzere Gänge mit Übungseinheiten. Die beiden begleiten mich auch zu meinen täglichen Besorgungen.

Für wen eignet sich diese Hunderasse? Kann dieser Hund in der Wohnung gehalten werden oder sollte ein Haus mit Garten vorhanden sein?

Unter den PONs gibt es auch Sportler. Agility oder andere Hundesportarten lieben sie sehr. Sie sind immer für neue Sachen zu begeistern, sofern ihre Menschen daran auch Spaß haben.

PONs gelten als kinderlieb. Ich habe das bei meinen vier Enkelkindern erlebt und beobachtet, wie Mia und Kimi sich auf das entsprechende Alter der Kinder einstellten.

Mia und Kimi sind liebgewonnene Familienmitglieder und so werden sie auch behandelt. Sie arbeiten toll im Altenheim und in Schulen als Therapiehunde.

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