Labrador

Der kontaktfreudige und neugierige Labrador findet häufig in Familien mit Kindern sein Zuhause. Er gehört jedoch zu den Jagdhunden und benötigt ausreichend Beschäftigung und Bewegung. Ein Labrador wird zwischen 54 und 57 Zentimeter hoch und kann bis zu 38 Kilogramm schwer werden.

Der Labrador – Labrador Retriever – gehört der FCI-Gruppe 8 (Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde) und der Sektion 1 (Apportierhunde) an. Die Rasse stammt aus England, doch die Vorfahren dieser Hunde lebten in Kanada.

Geschichte

Dem Rassenamen nach könnte man vermuten, dass diese Hunde von der Halbinsel Labrador stammt. In Wirklichkeit stammen seine Vorfahren von Neufundland.

Der Labrador wurde für die Jagd verwendet und er half den Fischern dabei, Netze und Fische aus dem Wasser zu apportieren, die abgetrieben waren. Mit Fischern gelangen diese Hunde dann auch im neunzehnten Jahrhundert nach England.

In England wurde mit diesen Hunden weitergezüchtet. Sie bekamen den Namen Labrador Retriever.

Die kräftigen, mittelgroßen Hunde hatten zuerst alle eine schwarze Fellfarbe. Ende des neunzehnten Jahrhunderts gab es dann den ersten Wurf, bei dem ein Welpe ein gelbes Fell vorwies. Diese Fellfarbe wurde als untypisch betrachtet und somit wurden die Welpen mit dieser Farbe getötet. Im weiteren Zuchtverlauf wurden die Farben Schwarz und Gelb und noch später auch Braun anerkannt.

Der Kennel Club ließ 1903 den Labrador als eigenständige Rasse zu. Im Laufe der Zeit wurden zwei Linien gezüchtet: die Arbeitslinie und die Showlinie, die sich sowohl vom Verhalten als auch vom Erscheinungsbild unterscheiden.

Carola Schiller, Journalistin und Herausgeberin von tup-magazin.de, berichtet über ihre Erfahrungen mit Labrador Paul:

Labrador Paul Foto: Carola Schiller

Labrador Paul
Foto: Carola Schiller

Was ist für Dich das Besondere an dieser Rasse?

Ausgesprochen sozial, sehr kinderfreundliches Trampeltier

Wie gestaltet sich die Erziehung? Gibt es etwas, worauf zu achten ist?

Der Labrador ist eher gutmütig, aber ein Kraftpaket. Er braucht eine konsequente Führung, sonst setzt er als erwachsener Hund seine Kraft ein, um seinen Willen durchzusetzen.

Wie viel Auslauf braucht der Labrador?

Mäßig. Einem erwachsenen und sportlichen Labrador genügen etwa zwei Stunden täglich.

Für wen eignet sich der Labrador?

Kann dieser Hund in der Wohnung gehalten werden oder sollte ein Haus mit Garten vorhanden sein?

Der Labrador ist ein toller Familienhund, fühlt sich aber auch bei Einzelpersonen wohl. Er baut eine starke Bindung auf und würde für seinen Besitzer durchs Feuer gehen. Er kann gut in der Wohnung gehalten werden. Ein Garten ist aber eine Erleichterung, da er sehr verspielt ist und Platz braucht.

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