Erdélyi Kopó

Alexander Glas stellt seine Hündin Selma vor – eine ungarische Bracke (Erdélyi Kopó).

 

Welche Hunderasse hast Du und wie ist der Name des Hundes?

Rasse: Erdélyi Kopó (ungarische Bracke), niederläufige Varietät

Name: Selma

Erdélyi Kopó namens Selma Foto: Alexander Glas

Erdélyi Kopó namens Selma
Foto: Alexander Glas

Was ist für Dich das Besondere an dieser Rasse?

Im Grunde ist die ganze Rasse speziell. Sie wird in Deutschland über den VDH nicht gezüchtet; selbst die niederläufige Varietät verliert zusehends an Stellenwert in den ausgeprägten Zuchtregionen Ungarns und dem angrenzenden Rumäniens.

So gesehen ist dieser Hundetyp für mich eine echte Besonderheit.

Wie gestaltet sich die Erziehung? Gibt es etwas, worauf zu achten ist?

Der Erdélyi Kopó ist ein Jagdgebrauchshund, ergo gilt dies wohl zuerst zu beachten. Bis auf meiner eigene Hundedame, durfte ich aufgrund der Seltenheit der Rasse bisweilen nur auf eine andere ungarische Bracke treffen – einen Rüden, hochläufige Varietät. Bis auf die Größe war die Optik erstaunlich ähnlich – selbst der weiße Loh an der Brust war nahezu identisch -, das Verhalten allerdings ein gänzlich anderes.

Nichtsdestotrotz gestaltete sich bei mir die Erziehung nachhaltig, wenn auch nicht einfach. Meine Hundedame ist sehr intelligent. Einmal Erlerntes verinnerlicht sie ohne weiterer Ansprache. Die Eigenheiten einer verbalen Lautkommunikation gilt es allerdings zu mögen, wie es die Rasse eben mit sich bringt.

Wie viel Auslauf braucht diese Rasse?

Mit Sicherheit hat der Erdélyi Kopó eine erhöhte Laufbereitschaft. Hat man dafür nicht die Möglichkeit, kann der Drang ausdauernd zu „arbeiten“ auch über Kopfarbeit kompensiert werden, jedoch nicht auf Dauer.

Am Rad läuft meine Hündin nach anfänglicher Skepsis zu diesem Objekt tadellos.

Für wen eignet sich diese Hunderasse? Kann dieser Hund in der Wohnung gehalten werden oder sollte ein Haus mit Garten vorhanden sein?

Erdélyi Kopó Foto: Alexander Glas

Erdélyi Kopó
Foto: Alexander Glas

Da die Rasse sehr ursprünglich ist, muss ich – mit oder ohne persönlicher Erfahrungsberichte anderer Halter – ganz deutlich anmerken, dass ein Erdélyi Kopó keinesfalls für „Ersthundler“ ohne Kenntnis zum Hundewesen eine Wonne ist.

Der Erdélyi Kopó ist kein „Anfängerhund“, sondern eher etwas für fortgeschrittene „Hundemenschen“ mit stoischer Ruhe.

Dennoch können diese Hunde problemlos in einer Wohnung gehalten werden, ein freistehendes Haus mit großem Garten entspräche aber eher den natürlichen Verhältnissen. Sogar eine Außenhaltung wäre denkbar, da die Hunderasse sehr witterungsbeständig ist. Das Grundstück sollte allerdings hoch eingezäunt sein; zumindest meine Dame ist aus dem Stand in der Lage über einen 3-lattrigen Bonanza-Zaun ohne Touchiern zu überspringen.

 

 

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4 Kommentare

  • Hallo Monica,
    wie schon seinerzeit angedacht, werde ich das Interview zum Rasseprofil in mein demnächst offiziell erscheinendes Buch “Quatschikopf.in” einfügen.
    Ich habe zwar schon ein paar Schreibfehler ausgebessert, aber wenn du auch noch mal drüber schauen willst lohnt sich der Besuch da:
    http://www.blog.adelhaid.de/2014/09/quatschikopfin-vorabveroffentlichung.html
    VG, Alex

  • Axel

    Totaler Quatsch!!! Die Ungarische Bracke ist vom VDH anerkannt und wird auch in Deutschland gezüchtet!!! Der Erdelyi sollte ausschliesslich in Jägerhand gehalten werden, – Denn das ist ihre Passion und dafür wurden und werden sie gezüchtet!- Habe zwei ausgebildete “Mädel” für die Jagd. Selbstständiger “Arbeiter”; ja, Bracken sind nun einmal keine Befehlsempfänger, sondern Problemlöser! Diesen wunderbaren Hund ohne Jagderleben zu halten ist eine Schande!!!

  • Axel

    Zusatz: Die Empfehlung, dass diese Hunderasse auch in einer Wohnung zu halten sei, zeugt nur von der wirklichen Unwissenheit des Schreibers über diese Rasse!!! Anmerkung: die niederläufige Ungarische Bracke, so betiteln Sie ja Ihren Hund “Selma”, gibt es seit ca. knapp 100 Jahren nichtmehr!!! ( Wurde damals für Niederwild eingesetzt.) Führtie, Axel

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