Deutscher Schäferhund

Der Deutsche Schäferhund gehört zu den beliebtesten Hunderassen weltweit. Besonders geschätzt wird sein selbstbewusstes und sicheres Wesen und sein gutes Sozialverhalten. Die Widerristhöhe beträgt 55 bis 65 Zentimeter und er erreicht ein Gewicht zwischen 22 bis 40 Kilogramm.

Carola Schiller, Journalistin und Herausgeberin von tup-magazin.de berichtet über ihre Erfahrungen mit dem Deutschen Schäferhund:

Deutscher Schäferhund Foto: Regina Kaute  / pixelio.de

Deutscher Schäferhund
Foto: Regina Kaute / pixelio.de

Was ist für Dich das Besondere an dieser Rasse?

Konzentrations- und Lernfähigkeit

Wie gestaltet sich die Erziehung? Gibt es etwas, worauf zu achten ist?

Konsequenz von Anfang an, aber ohne Härte, die verträgt der Dt. Schäferhund überhaupt nicht. Im Vergleich zu vielen anderen Rassen ist er sehr sensibel. Inkonsequenz bestraft er damit, dass er die Führung übernimmt. Die fragt er auch grundsätzlich gerne an. Der Schäferhund will ausgelastet sein. Als Freizeit-Mitläufer halte ich ihn eher nicht geeignet.

Wie viel Auslauf braucht diese Rasse?

Viel Auslauf. Wenn der Dt. Schäferhund nicht ausgelastet wird, sucht er sich Alternativen, die seinem Besitzer garantiert nicht passen. Das liegt vermutlich auch daran, dass er eigentlich ein Hütehund ist und seine Konzentrationsfähigkeit Zuchtziel ist. Auslauf sollte möglichst mit Aktionen verbunden sein. Entweder Spiel mit Menschen oder mit anderen Hunden. Das Bedürfnis nach Bewegung hängt bei ihm auch stark vom Alter ab. Er muss in jungen Jahren lernen, dass es klare Ruhepausen gibt, auf die dann aber natürlich Bewegung mit Spiel folgen muss. Sobald er ausgewachsen ist, kann er (bei entsprechender Ausbildung) gut am Rad laufen.

Für wen eignet sich diese Hunderasse? Kann dieser Hund in der Wohnung gehalten werden oder sollte ein Haus mit Garten vorhanden sein?

Als Familienhund ist er bei guter Ausbildung gut geeignet. Durch seinen Hüte- und Schutztrieb kann es aber passieren, dass er die Kinder der Familie bewacht. Für Familien mit kleinen Kindern ist er als Anfängerhund daher nur bedingt sinnvoll. Der Dt. Schäferhund ist ein hervorragender Begleithund, auch für Jogger und Reiter. Dabei ist er für Mittelstrecken geeignet. Regelmäßige Distanzen über 10 km bei Läufern und über 30 km bei Reitern (vor allem über mehrere Tage) sind nur für sehr fitte Schäferhunde geeignet. Ein Hochleistungssportler ist er nicht grundsätzlich. Er eignet sich außerdem fürs Mantrailing und bedingt für Agility. Die meisten DSH sind ballverrückt und nur mäßig verfressen. Auch Trickdogging ist oft genau sein Ding. Hier hilft ihm seine Fähigkeit zu beobachten und sich zu konzentrieren. Das macht ihn auch für die Rettungshundearbeit so interessant. Der Schäferhund kommt vermutlich auch mit einer Wohnung zurecht, wenn er genügend gefordert und gefördert wird. Er baut eine sehr starke Bindung zu seiner Familie auf und sucht die Nähe zum Menschen. Er ist außerdem ein hervorragender Wachhund, ohne gleich in jedem Postboten einen Massenmörder zu vermuten.

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