Chow Chow

Schon vor etwa zweitausend Jahren wurde der Chow Chow in China gezüchtet. Wahrscheinlich stammt diese Rasse ursprünglich aus der Mongolei, wo der Chow Chow als Jagd- , Schutz- und Kriegshund gehalten wurde. Den Chow Chow gibt es kurz- oder langhaarig, wobei die langhaarige Variante die bekannteste ist. Typisch für den Chow Chow ist seine blaue Zunge und sein reserviertes Verhalten gegenüber Fremden.

Ansgar Sadeghi berichtet über seine Chow Chow Hündin Ayla

Welche Hunderasse hast Du und wie ist der Name des Hundes?

Wir – meine Frau und ich – haben zwei Hunde, wobei Stöpik ein liebenswerter „Wir wissen nicht genau“ Hund und Ayla eine ebenso liebenswerte Chow-Chow-Hündin ist. Er ist größer und sie ist Chef.

Chow Chow Ayla Foto: Ansgar Sadeghi

Chow Chow Ayla
Foto: Ansgar Sadeghi

Was ist für Dich das Besondere an dieser Rasse?

„Stur mit Herz“. So lässt sich der Chow-Chow wohl am ehesten beschreiben. Dickschädel passt ebenfalls: sowohl in Bezug auf die Anatomie als auch auf den Charakter. Zumindest zwei der drei Chow-Chows, die ich bisher intensiver kennengelernt habe, waren zudem Hunde, deren Zuneigung man sich verdienen musste, was ihre Zuneigung dann aber zu etwas ganz Besonderem gemacht hat. Streicheleinheiten nehmen sie huldvoll entgegen. Chow-Chows wirken meistens nicht unbedingt wie die agilsten und sportlichsten Hunde, aber sie können einen wirklich überraschen. Wenn Ayla ihre berühmt-berüchtigten 5 Minuten bekommt und beispielsweise in der Wohnung von Zimmer zu Zimmer rast, ist sie kaum wiederzuerkennen. Frau Dr Jekyll wird dann zu Mrs. Hyde. 🙂

Wie gestaltet sich die Erziehung? Gibt es etwas, worauf zu achten ist?

Was ein Chow-Chow nicht will, das will er nicht. Basta. Ayla stemmt dann bisweilen an der Leine ihre kleinen Beine in den Boden und weigert sich standhaft, diese oder jene Richtung einzuschlagen. Damit muss man irgendwie umgehen können, ohne ihr stets ihren Willen zu lassen und ohne allzu viel Frust zu entwickeln, wenn irgendwelchen Erziehungsversuchen gerade wieder der Chow-Chow Dickschädel im Wege ist.

Wie viel Auslauf braucht diese Rasse?

Die ganz großen Läufer sind Chow-Chows wohl eher nicht, aber auch hier gilt: Unterschätze sie nicht. Sie können dich überraschen. Stöpik, unser Rüde, fordert in Sachen Auslauf deutlich mehr und wir sind neben kleineren Runden einmal täglich auf jeden Fall auf einem ein- bis zweistündigen Spaziergang unterwegs, bei dem Ayla ebenso viel Spaß hat wie Stöpik, wenngleich er es vielleicht (noch) eher braucht. PS: Gesagtes gilt nur bedingt an Regentagen. 🙂

Für wen eignet sich diese Hunderasse? Kann dieser Hund in der Wohnung gehalten werden oder sollte ein Haus mit Garten vorhanden sein?

Chow-Chows sind aus meiner Sicht echte Stur- und Charakterköpfe. Wer solche Dickköpfe liebt, ist mit einem Chow-Chow bestens bedient. Wer mit seinem Hund besonders viel Sport oder intensives Training machen möchte, ist bei einem Chow-Chow dagegen tendenziell falsch, aber wie gesagt, sie können einen … genau: überraschen! Generell ist ein Haus mit Garten natürlich bei jedem Hund eine gute Sache, aber Chow-Chow geht auch ohne, sofern man oft genug rausgeht und das nicht nur, damit der Hund seine Geschäfte erledigen kann, sondern als kleiner Abenteuertrip.

 

 

 

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