Chow Chow

Ein Rasseportrait von Ulrike Hoffmann bzw. natürlich von ihrer Hündin:

 

Welche Hunderasse hast Du und wie ist der Name des Hundes?

Bei uns wohnt „Motsi“ – Ein überaus quirliges, aktives und mittlerweilen1 ½ Jahre altes, schwarzes Kurzhaar Chow-Chow-Mädchen.

Chow Chow _Foto: U. Hoffmann

Was ist für Dich das Besondere an dieser Rasse?

Der Chow hat einen sehr würdevollen und stolzen Charakter, der auch oftmals seinen eigenen Kopf hat. Einen will-to-please kennt der Chow nicht … er weiß, dass er dir gefällt. Er wird eher hinterfragen, warum er das machen sollte, was der Mensch gerade von ihm wünscht.

Der Chow vertritt die Meinung, dass er die Wünsche der Herrschaft erfüllen könnte, jedoch nicht erfüllen muss.

Chow Chow _Foto: U. Hoffmann

Er liebt seine Menschen bedingungslos. Hier schreibe ich bewusst im Plural. Es ist eine Mär, dass der Chow-Chow nur einen Menschen als den seinigen Menschen anerkennt. All unsere Chows haben und hatten zu jedem ihm bekannten Menschen eine wundervolle Beziehung.

Der Chow ist im Haus ein sehr ruhiger Hund; außerhalb des Hauses ist er aktiv. Er will immer mit dabei sein, wenn die Herrschaft unterwegs ist. Trotzdem kann er sehr schnell lernen auch alleine zu bleiben, um sich seinem mindestens 20stündigen Schönheitsschlaf pro Tag zu widmen.

Wie gestaltet sich die Erziehung? Gibt es etwas, worauf zu achten ist?

Auch einen Chow-Chow kann man erziehen. Die Worte: „Sitz“, „Bleib“, „Warte“ … usw. sollten ihm geläufig sein. Liebe, Geduld und Konsequenz heißen bei ihm die Zauberworte in der Erziehung. Mit Strenge erreicht man bei dieser Rasse nichts – eher das Gegenteil.

Der Chow-Chow gehört zu den Spitz- und Urhunderassen und wurde ursprünglich für die Sicht- und Einzeljagd gezüchtet. Er wird jede Gelegenheit nutzen, um einmal gesichtetes Wild nach zu stellen. Er wird dann seiner Jagdpassion nachgehen und schwerlich bis gar nicht abrufbar sein.

Dies sollte man wissen, bevor man einem Chow sein Herz schenkt. Es kann nämlich durchaus möglich sein, dass der Chow-Chow nie ableinbar ist.

Wie viel Auslauf braucht diese Rasse?

Die Antwort auf diese Frage macht mich immer sehr traurig.

Der Chow-Chow wurde leider die letzten 70 Jahre vom  einstigen Einzel-Sichtjäger, der ausdauernd ist, sehen und atmen kann (was er ja zur Einzelsichtjagd zwingend benötigt) zu einem schweren, massigen und viel befellten Hund gezüchtet. Die meisten Chow-Chows die man heute antrifft, haben mit dem Ursprung nichts mehr gemeinsam. Diese Hunde werden auch gerne als „geeignet für Senioren“ empfohlen, „die nur wenig Auslauf benötigen“.

Meine Chows sind von einem ganz anderen Kaliber. Sie wollen, können und dürfen laufen. Motsi ( FCI Pedigree) ist momentan in Ausbildung zum Wanderhund. 15 km sind für sie absolut kein Problem. Leider muss man Züchter dieser Chow-Chow suchen und dann oftmals mehrere Monate auf einen Welpen warten.

Chow Chow _Foto: U. Hoffmann Chow Chow _Foto: U. Hoffmann Chow Chow _Foto: U. Hoffmann

Für wen eignet sich diese Hunderasse? Kann dieser Hund in der Wohnung gehalten werden oder sollte ein Haus mit Garten vorhanden sein?

Der Chow ist ein Familienhund, der gerne bei seinen Menschen ist. So wie fast alle Hunde, können auch die Chows in der Wohnung oder im Haus gehalten werden.

Garten oder Balkon wäre schön, da er sehr gerne alles im Blick hat.

Chow Chow_Foto: U.Hoffmann

[Fotos: Copyright Ulrike Hoffmann!)