Chinese Crested Dogs – Chinesische Schopfhunde

Chinese Crested Dogs – oder auch Chinesische Schopfhunde genannt – ist eine sehr alte Hunderasse. Vom FCI ist der Chinesische Schopfhund eine anerkannte Hunderasse und dort der Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde) und der Sektion 4 (Haarlose Hunde) zugeordnet. Als Ursprungsland wird zwar China genannt, doch die Herkunft ist bis heute nicht genau nachweisbar.

Geschichte der Chinesischen Schopfhunde

Woher die Chinese Crested Dogs stammen, kann nicht genau gesagt werden. Bekannt ist, dass in China schon seit vielen Jahrtausenden Hunde gezüchtet werden. Ebenso wurden dort Schopfhunde gezüchtet. Es wird aber davon ausgegangen, dass das Ursprungsland der Chinese Crested Dogs nicht China, sondern Afrika ist.

Auf dem afrikanischen Kontinent entstanden die sogenannten Canis Africanis und zwar bereits um 2000 vor Christi. Dies konnte durch archäologische Funde bestätigt werden. Diese Hunde entwickelten sich aus einer Mutation und waren haarlos.

In der Zeit zwischen 200 vor Christi und 220 nach Christi – die Zeit der Han-Dynastie – züchtete man eventuell mit diesen nackten Hunden aus Afrika weiter. Daher könnten vielleicht die kleineren und zarteren Treasure House Guardians stammen. Diese haarlosen Hunde dienten der Unterhaltung reicher Damen.

Ob dies nun der tatsächliche Entwicklungsweg der Chinesischen Schopfhunde war, kann nur vermutet werden.

Da es auch in vielen anderen Ländern Nackthunde gab, ist die Wahrscheinlichkeit genauso hoch, dass Chinese Crested Dogs ursprünglich aus Mittelamerika oder Südamerika stammen.

Es ist somit völlig unbekannt, wie die Geschichte dieser Rasse verlief. Vom FCI wurde der Chinesische Schopfhund 1987 als eigenständige Rasse anerkannt.

 

Ann-Kathrin stellt die Rasse Chinese Crested Dogs vor:

Chinese Crested Dogs

Chinese Crested Dogs

Welche Hunderasse hast Du und wie ist der Name des Hundes?

Mein Leben begleiten meine Yorkie-Mix-Hündin Marie und 3 Chinese Crested Dogs, auch Chinesische Schopfhunde (oder „Chinas“, „Cresties“, „Chinesen“,…) genannt, in beiden Varianten. Meine Hairless Hündin heißt Emily, sie ist die jüngste, und die Powderpuff-Mädchen Rosie und Lieschen.

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Was ist für Dich das Besondere an dieser Rasse?

In erster Linie fasziniert mich der sehr, sehr menschliche Charakter. Wir haben schon einige Theorien aufgestellt, und eventuell liegt es daran, dass die Cresties eine so uralte Rasse sind und seit Jahrtausenden darauf gezüchtet werden, Menschen zu begleiten, zu verstehen, zu lesen und ihnen als Wärmflaschen zu dienen (was impliziert, dass sie im Bett schlafen!). Sie sind sehr „klebrig“, denn sie lieben Körperkontakt und man bekommt sie fast nicht los. Sie planen in die Zukunft (definitiv!) und merken sich genau, wenn man unfair zu ihnen war (in ihren Augen).

Meine Chinesen sind außerdem sehr, sehr freundlich und extrem verträglich. Das sollen sie laut Rassestandard auch sein („niemals agressiv“) und das war für mich ein Grund, mich für die Rasse zu entscheiden.
Sie sind absolut gruppenkompatibel, was einerseits ein großer Vorteil ist, andererseits für sie auch stellenweise ein großer Nachteil, weil man viele von ihnen auf engstem Raum halten (und produzieren) kann, ohne ihnen jemals als Hund gerecht zu werden.

Ich liebe an den Chinas, dass sie so easy zu händeln, leicht zu erziehen, nicht nachtragend, fröhlich, freundlich, intelligent, kooperativ, anhänglich, sensibel, unternehmungslustig, dennoch genügsam und menschenbezogen sind.

Selbstverständlich gefällt mir auch die Optik beider Varianten.
Man bekommt einen leicht rechteckigen, muskulösen, sportlichen, belastbaren kleinen Hund, der zu allen Schandtaten bereit ist und eine enge Bindung aufbauen wird.

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Wie gestaltet sich die Erziehung? Gibt es etwas, worauf zu achten ist?

Chinesen sind sehr leicht zu erziehen, allerdings bringen sie keinen „Hütehundgehorsam“ mit und man muss geduldig und humorvoll sein und bitte ohne aversive Methoden ausbilden. Trifft man ihren Erziehungsgeschmack, und sehen sie ein, dass eine Zusammenarbeit lohnt, arbeiten sie präzise, konzentriert und motiviert mit, und können in (fast) jedem Hundesport geführt werden (mit meinen mache ich Agility).

Was man von seinem Crestie will sollte für ihn nachvollziehbar und einsehbar sein, und man sollte für die kreativen Ergüsse noch eine Portion Humor zusätzlich einplanen 🙂 Sie zeigen keinen willenlosen Kadavergehorsam und man sollte ihn auch nicht erwarten!

Worauf man WIRKLICH achten muss ist, dass die meisten Chinesischen Schopfhunde nicht sehr selbstbewusst sind, und mit Menschen und ganz besonders mit anderen Hunden jeder Form und Farbe und jeden Charakters früh sozialisiert werden müssen. Tut man das nicht, steht man schnell ohne Hosen, bzw ohne Hund da, weil sie im Zweifel ihr Heil in der Flucht suchen und damit eine hervorragende Beute für andere Hunde sind. Dieses Thema gestaltet sich nicht ganz einfach, weil 10 Wochen alte Welpen im Schnitt zwischen 1,2 und 1,6 kg wiegen und man mit der Wahl des Hunde-Gegenübers sehr vorsichtig und feinfühlig sein muss. Kontakte vermeiden ist aber definitiv der falsche Weg!

Cresties sind kein Spielzeug für große Hunde.

Der unausgelastete Crestie fängt das Kläffen an, und der ungerecht behandelte das Schnappen/Beißen!

Wie viel Auslauf braucht diese Rasse?

Chinesische Schopfhunde sind nicht sehr anspruchsvoll, trotzdem haben sie verdient, ordentlich ausgelastet und beschäftigt zu werden. Das Zuchtziel war immer ein angenehmer Begleithund (der mit seinem Menschen durch dick und dünn geht), und genau das sind sie.

Meine Hunde lieben lange Wanderungen („lang“ heißt um die 5 Stunden und gut 20 km, wenn nicht mehr!!), große Spaziergänge (2 – 3 Stunden Minimum, gerne mit Hundefreunden), Badeausflüge im Sommer, Schneespaziergänge im Winter, Ausritte mit dem Pferd… Sie lieben neue Gegenden, neue Gerüche und gerne legen sie gemeinsam Sprints ein und spielen fangen.

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Für wen eignet sich der Chinesische Schopfhund?

Kann dieser Hund in der Wohnung gehalten werden oder sollte ein Haus mit Garten vorhanden sein?

Das ist schwierig zu beantworten. Definitiv sind Chinesische Schopfhunde nicht für jedermann geeignet, aber für viele.

Menschen, die absoluten und willenlosen Gehorsam verlangen, keinen Humor haben, eher laut und grob sind und dem Hund keine „Fehler“ verzeihen möchten sind hier völlig falsch beraten.
UNBEDINGT sollte man nicht dem Trugschluss erliegen, dass die Hunde pflegeleicht wären! BITTE entscheidet Euch nicht für einen Hairless Chinese Crested, weil Ihr keine Lust auf Pflege habt, und genau so verhält es sich mit den Powderpuffs!! Informiert Euch über die Pflege VOR dem Kauf.

Sind sie ausgelastet und zufrieden (siehe oben), können sie auch mal ausnahmsweise (zB im Krankheitsfall) einige Tage die Pfoten hochlegen und „nur“ um den Block gehen zum Lösen. Darauf sollte man sich aber nicht ausruhen, denn auch diese kleinen Begleithündchen haben ein Recht darauf, sich auspowern zu dürfen, richtig zu rennen, Gas zu geben, „Zeitung“ zu lesen, zu spielen… OHNE Zaun und OHNE Leine.

Ob man sich mit seinen Cresties im Haus, im Garten oder in einer Wohnung aufhält ist ihnen egal, Hauptsache, sie sind dabei. Gassi gehen muss man ja sowieso. Ideal ist eine „Stapelhaltung“, auf einem drauf, den ganzen Tag. Gerne zugedeckt ^^

Chinesische Schopfhunde sind für jeden geeignet, der einen aktiven, freundlichen, fröhlichen kleinen Begleithund sucht. Gerne für den Hundesport, als Zweit- oder Dritt- oder Mehrhund (plant ZWEI Plätze für Euren Crestie ein, denn Ihr werdet irgendwann einen zweiten wollen, ich schwörs).

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