Border Collie

Der Border Collie erreicht eine Widerristhöhe zwischen 46 und 56 Zentimeter und wird bis zu 22 Kilogramm schwer. Es handelt sich um einen Hütehund, der ursprünglich aus dem Grenzgebiet zu Schottland, England und Wales stammt.

Border Collies werden heute vermehrt als Familienhunde gehalten und nur selten können die Halter dem Charakter und den Bedürfnissen dieser Rasse gerecht werden.

Geschichte

Der Border Collie gehört zur FCI-Gruppe 1 (Hütehunde und Treibhunde) und zur Sektion 1 (Schäferhunde. Er ist vom FCI als eigenständige Hunderasse anerkannt.

Der Name Border Collie sagt schon ein wenig über den Ursprung dieser Rasse aus: Border ist der englische Begriff für Grenze und bezüglich dieser Hunderasse ist damit das Grenzgebiet zwischen Schottland und England gemeint.

Diese Landschaft in diesem Gebiet ist hügelig, steinig und eher spärlich bewachsen. Auf dem kargen Boden wachsen Pflanzen wie Binsen, Heidekraut und Gras. Dieses Grenzgebiet eignet sich also nicht für den Ackerbau und das einzige Vieh, das sich dort halten lässt, sind Schafe. Die dort gehaltenen Schafe sind eher menschenscheu und haben sehr große Flächen zur Verfügung.

Die Schafzüchter benötigten also einen Hund, der mit dieser Landschaft zurechtkam, eine hohe Kooperationsbereitschaft zeigte und ein schnelles Reaktionsvermögen vorweist. Schäferhunde mit solchen besonders guten Arbeitseigenschaften wurden bereits im sechzehnten Jahrhundert erwähnt.

Der Rüde namens Old Hemp gilt als Stammvater des Border Collies. Dieser Hund besaß eine außergewöhnliche Fähigkeit zum Hüten und lebte von 1893 bis 1901. Aufgrund seiner besonderen Eigenschaften wurde er als Zuchtrüde verwendet.

1910 wurde die Züchtervereinigung „International Sheep Dog Society“ gegründet. Sie züchtet seitdem Border Collies und zwar nach Arbeitsleistung. Diese Vereinigung legte bis heute keinen Rassestandard fest, denn das Äußere spielt bei diesen Zuchten eine untergeordnete Rolle.

1976 wurde der Border Collie vom FCI als eigenständige Rasse anerkannt. Vom FCI wurde dann auch ein Rassestandard festgelegt, sodass nun auch das Aussehen eine Rolle spielte.

 

Dagmar Schöffler-Thesling hält Border Collies und ihre Hunde dürfen ihrer Natur nachgehen und Schafe hüten. Auf der Webseite grenzlandschafe.de sind wissenswerte Informationen über den Collie zu erhalten.

Was ist für Dich das Besondere an dieser Rasse?

Die überragende Arbeitsintelligenz, die Fähigkeit der Border Collies, sich selbst Lösungen zu erarbeiten und auch noch Jahre später Erfahrungen abzurufen und entsprechend zu handeln.

Border Collie Jack bei der Arbeit Foto: grenzlandschafe.de

Border Collie Jack bei der Arbeit
Foto: grenzlandschafe.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Beispiel: zum Ende der Weidesaison muss ein Border die Schafe aus einem weit verstreuten, unwegsamen Gebiet zum Sammelpunkt bringen. Die Schafe sind nicht alle zusammen, sondern haben sich in kleinen Gruppen über das gesamte Gebiet verteilt.

Der Hund wird sie ohne große Probleme alle finden, da er aus den Erfahrungen der Jahre davor noch weiß, wo die einzelnen Plätze der Schafe sind und er wird sie systematisch alle absuchen.
Wenn er dann noch nicht alle Schafe hat, beginnt er nach neuen Plätzen zu suchen.

Wie gestaltet sich die Erziehung? Gibt es etwas, worauf zu achten ist?

In der Erziehung eines Border Collies gibt es nur einen Wahlspruch: wehret den Anfängen.

Schon einmal zugelassen, kann fatale Folgen haben. Die Border Collies lernen rasend schnell, die schlechten Angewohnheiten meiner Meinung nach noch schneller.

Natürlich muss man den rassebedingten Fehlentwicklungen drastisch entgegen wirken (Autos, Jogger „hüten“ etc.)

Gerne hält der Border auch mal die Nase in den Wind und läuft dem Wild hinterher. Ich habe aber noch nicht erlebt, dass der Hund länger als 1-2 Minuten weg ist, wie das schon mal bei anderen Rassen der Fall ist.

Border Collie_grenzlandschafe.de

Wie viel Auslauf braucht diese Rasse?

Der Border Collie braucht Auslauf im normalen Rahmen, das kommt aber auch auf die Lebenssituation an, ist ein Garten vorhanden, lebt er im Rudel usw.

Was allerdings enorm wichtig ist, ist die geistige Auslastung, sonst kann es schon mal vorkommen, dass der Hund aus Langeweile die Wohnung nach seinen Vorstellungen umdekoriert.

Für wen eignet sich der Border Collie?

Kann dieser Hund in der Wohnung gehalten werden oder sollte ein Haus mit Garten vorhanden sein?

Leider ist es in Deutschland so, dass diese fantastische Hunderasse für den Hausgebrauch „umgezüchtet“ wird.

Das bedeutet, dass die Hüteleistung und somit die Arbeitsintelligenz abgezüchtet wird, um den Hund einer breiten Käuferschicht schmackhaft zu machen.

Diese Entwicklung finde ist desaströs und unverantwortlich, deshalb finde ich persönlich, dass diese Hunde nur zu solchen Menschen kommen sollten, die sie für ihren ureigenen Zweck einsetzten, dem Hüten von Vieh. Dann ist es auch egal, ob sie in einem Haus, einer Wohnung oder im Zwinger leben, die Hunde sind glücklich, weil sie arbeiten dürfen.

Agility, Flyball und erst recht nicht Treibball sind adäquate Ersatzbeschäftigungen für den Border Collie, sondern in meinen Augen Tierquälerei.

 

 

 

 

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