Beagle

Der Beagle hat eine Schulterhöhe von 33cm bis 45 cm und ist bis zu 18 kg schwer. Der Beagle ist ein Meutehund mit einem ausgeprägten Jagdtrieb. Er hat relativ kurzes Fell, das sehr haart. Sein lustiges und freundliches Wesen gleicht dies aber sofort wieder aus.

Geschichte

Die Herkunft der Beagle ist nicht genau bekannt. Es wird davon ausgegangen, dass die Geschichte dieser Hunderasse bereits im 11. Jahrhundert begann und ursprünglich durch den Northern Hound und Southern Hound entstand.

Northern Hounds stammten aus der Normandie (Frankreich). Diese weißen Hunde kamen mit Wilhelm dem Große im Jahre 1066 nach England. Sie sind auch als Chien St. Hubert oder Hubertushunde bekannt.

Die Southern Hounds wurden in Südfrankreich zur Jagd verwendet. Im fünfzehnten Jahrhundert, im Zuge des Hundertjährigen Krieges, lernten die Briten diese Hunde kennen und lieben.

Der Beagle entstand sehr wahrscheinlich durch Kreuzungen von Northern Hounds mit Southern Hounds. Northern Hounds waren sehr lauffreudige und ausdauernde Hunde. Bei den Southern Hounds überzeuge vor allem der sehr gute Geruchssinn.

Wie gesagt ist die genaue Herkunft vom Beagle nicht bekannt. Die Bezeichnung „Keper oft he Begles“ stammt aus dem Jahre 1515 und ist in den Haushaltsbüchern Heinrich VIII. zu lesen. Weiterhin wird der „little Beagle“ in den Rassebeschreibungen von Jagdhunden von L.R. Jackson erwähnt. Diese Hunde waren so klein, dass sie in den Satteltaschen der Jäger mitgenommen werden konnten.

Der Beagle wurde im Jahre 1890 vom Kennel Club Großbritannien als eigenständige Rasse anerkannt.

Der Hundetrainer Thomas Ifland berichtet über seine Erfahrungen mit seinem Beagle Baileys:

Was ist für Dich das Besondere an dieser Rasse?

Beagle Baileys Foto: Thomas Ifland

Beagle Baileys
Foto: Thomas Ifland

Der Beagle ist ein sehr kompakter Hund, nicht zu groß. Ich mag die Dickköpfigkeit dieser Rasse. Es sind Hunde mit einem ausgeprägten Willen und dennoch sehr anpassungsfähig. Sehr verschmust und sehr kinderlieb. Er ist der ideale Begleiter bei langen Spaziergängen und dennoch in der Wohnung sehr ruhig.

Trotzdem ist er auch ein hervorragender Jagdbegleiter.

Wie gestaltet sich die Erziehung? Gibt es etwas, worauf zu achten ist?

Ein Beagle lässt sich in den richtigen Händen sehr gut erziehen. Ist es der Ersthund, sollte man sich allerdings Tipps zur Erziehung holen. Ein Beagle versteht es sehr gut, die ganze Familie zu führen. Der Beagle hat einen ausgeprägten Jagdtrieb und wird ihn bei jeder Gelegenheit nachgehen. Auch hier kann man durch Ausbildung gut gegensteuern. Ein Beagle hat nur einmal Hunger, nämlich immer. Sein Fresstopf ist in Sekunden leer, egal wie groß die Menge war. Danach wird sofort wieder gebettelt. Um zu verhindern, dass der Beagle mit Übergewicht rumläuft, sollte genau auf die Ernährung geachtet werden.

Wie viel Auslauf braucht diese Rasse?

3 Spaziergänge von je einer Stunde sollte man schon einplanen. Der Beagle kommt natürlich auch mal zwischendurch mit weniger aus. Nach oben ist keine Grenze gesetzt. Durch seinen kompakten Körperbau kann er ohne Probleme mehrere Kilometer laufen ohne müde zu werden.

Für wen eignet sich der Beagle?

Kann dieser Hund in der Wohnung gehalten werden oder sollte ein Haus mit Garten vorhanden sein?

Der Beagle eignet sich für jedermann. Er kann in der Wohnung sehr gut gehalten werden. Ein Garten wäre nicht schlecht, allerdings durch genügend Spaziergänge schnell auszugleichen.

Nur eines mag er gar nicht!  Über Stunden alleine bleiben ist die schlimmste Strafe für diese Rasse. Auf keinen Fall ist er als Zwingerhund geeignet. Er will und muss so weit wie möglich im Familienleben integriert sein.

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