Hab ich schon erzählt, wie toll mein Urlaub war?

Ich bin wieder zuhause und hatte ganz tolle Wochen in Galizien. Meine Menschen sind mit mir zu einem Ort gefahren, wo es ganz viele, super nette Hunde gab. Jetzt habe ich neue Kumpels und hoffe, dass wir noch einmal dahin fahren. Aber, ich erzähle einfach mal ein bisschen und zeige euch Fotos und Videos. Diesmal habe ich echt viel zu berichten – macht es euch schon mal bequem.

Wiese, Wasser und Hundeparfum

Wenn wir im Sommer mit dem Wohnmobil verreisen, kommen wir immer da an, wo es grüne Wiesen gibt. Boah, wie ich das liebe. Ich muss mich dann erst einmal genüsslich wälzen und das ungefähr tausend Mal. Und ich muss zig Grashalme probieren – mmmmh, die schmecken köstlich frisch und knackig.

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Da meine Menschen Wasser genauso lieben wie ich habe ich das große Glück, Urlaub am Wasser zu verbringen. Egal ob Fluss, Bach, See oder Meer – es muss Wasser in der Nähe sein. Wiese plus Wasser = grandios! Hier war ich, schaut euch das mal an. Das ist doch knorke oder?

Einmal stellten meine Menschen den Kulti (so heißt unser rollendes Zuhause) an einem Platz ohne Wasser ab. Mh, dachte ich, was wollen wir denn hier? Aber schnell hatte ich etwas Feines entdeckt: Wohl duftende Jauche, mit denen die Wiesen eingesprüht wurden. Ein Parfum-Paradies, wie herrlich! Flott lief ich auf die Wiese und wälzte mich mehr als genüsslich. Meine Menschin schaute lächelnd zu und freute sich *prust*. Sie dachte, ich wälze mich wieder vor lauter Wiesenglück. Als ich mich fertig einparfumiert hatte, lief ich freudestrahlend zu meiner Menschin. Doch als ich näher kam, wurde aus dem lächelnden Gesicht meiner Menschin eine entsetzte Fratze. „Boh, Emma, du stinkst!“ Schwupp, eh ich mich versah wurde ich mit einem Wasserschlauch abgespritzt. Und ich wurde mit Menschen-Shampoo eingerieben, pfui pfui.

Nass und eklig stinkend wie ich dann war lief ich ganz schnell auf eine andere Wiese. Ich hatte Glück: Auch diese Wiese war mit Hundeparfum eingesprüht. Also erstmal wälzen und diesmal rieb ich auch meinen Hals ein. Boh, war das herrlich! Naja, ihr könnt es euch schon denken. Lange blieb der Wohlgeruch nicht auf meinem Fell. Schade!

Fuchs, Schwein und Reh – angeleinte Spaziergänge

Ich durfte zwar ohne Leine laufen, aber nicht so viel wie sonst. Grund waren die Tiere, die da lebten. Mit denen hätte ich gerne Fangen gespielt, aber meine Menschen hatten etwas dagegen – schade! So genoss ich einfach die Zeit, die ich ohne Leine laufen durfte:

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Abends, als es bereits dunkelte, konnten wir einen Fuchs beobachten, der aus dem Wald auf die große Wiese kam. Später rannte ein Wildschwein quer über die Wiese, aus dem Wald heraus und in den nächsten Wald hinein. Mir kribbelte es gewaltig in den Pfoten.

Am nächsten Morgen gingen meine Menschin und ich wie jeden Morgen spazieren. Fand ich gut und finde ich immer gut, aber blöd war diesmal, dass zwischen mir und meiner Menschin eine Leine baumelte. Menno menno menno! Ich stupste meine Menschin immer wieder an. Sie verstand auch was ich wollte, aber sie sagte nur: Hier gibt es Rehe. Na und, dachte ich, das wäre doch ein Spaß für mich. Ich würde ja auch nur ganz kurz, nur ein paar Sekunden, hinter dem Reh herlaufen und dann sofort wieder abdrehen und zu meiner Menschin rennen. Aber auch das wollte sie nicht.

Und dann blieb meine Menschin plötzlich stehen und sagte leise „Pst!“. Das bedeutet: Sei leise, da ist was! Ich blieb leise stehen und moah, da kam ein Reh aus dem Wald und wollte gerade auf eine Wiese gehen, als es das „Pst!“ meiner Menschin hörte. Das Reh lief bellend in den Wald zurück. Oh wie gerne hätte ich auch gebellt und wie gerne wäre ich ein Stück mit dem Reh gelaufen. Schade!

Meine Menschin war so überwältigt, dass sie gar kein Foto geschossen hat. Menschen sind manchmal echt doof. So kann ich euch das nur erzählen, aber nicht zeigen – schade!

Mehr Meer und viel Platz zum Laufen

Da es an den Flüssen im Inland Galiziens viel zu heiß wurde, haben mich meine Menschen im Kulti zum Meer kutschiert. Das Meer war irgendwie mehr Meer als bei uns am mittleren Meer. Dieses Meer riecht viel mehr nach Meer und der Sand ist ganz weich und hell und der Strand ist breit und lang  – da werde ich immer ganz kirre vor lauter Freude und möchte flitzen und buddeln und plantschen und einfach ganz crazy sein.

Ich ließ dann auch meinen Gefühlen freien Lauf und ließ meine Pfoten ebenfalls freilaufen. Juhuuu, war das klasse. Da könnte ich Purzelbäume schlagen. Und das Tolle war, dass wir ganz viele Tage dort blieben. Man, hatte ich ein Glück und ich fühlte mich auch glücklich. Ich war im Hundeparadies und genoss das täglich ganz ganz dolle.

Auch meine Menschen genossen es dort zu sein. Hin und wieder waren sie ganz ausm Häuschen, zum Beispiel als sie diese Fische sahen, die Delfine genannt werden:

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Luego  und Frieda – meine neuen Freunde

Dort gab es unglaublich nette Hunde und darüber war ich mehr als froh. Weiß nicht, ob ich das erzählt hatte. Letzten Winter hatte ich einige sehr unschöne Begegnungen mit Hunden, die zu deutschen Wohnmobilfahrern gehörten. Seitdem hatte ich echt Schiss vor fremden Hunden und noch mehr Schiss vor großen Hunden.

Dank der Hunde da an diesem Ort bin ich erstmal therapiert und ich hoffe, dass ich kommenden Winter nicht schon wieder solche Hunde wie letztes Jahr treffe. Aber, meine Menschin hat vorgesorgt und wird diesmal zu Mitteln greifen, zu denen sie sonst nicht greift. Das beruhigt mich ein bisschen.

An diesem Ort tauchte zuerst dieser Hund auf:

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Den fand ich klasse und in den habe ich mich ein bisschen verliebt. Drei Wochen lang lief er fast jedes Mal mit, wenn wir spazieren gingen. Mit ihm hat es richtig Spaß gemacht.

Und dann lernte ich die Frieda kennen. Die war echt dufte und mit ihr konnte man ganz toll toben und rennen. Abends gingen meine Menschen und Friedas Menschen ans Meer. Sie schauten jeden Abend der Sonne zu, die im Wasser verschwand. Menschen sind echt manchmal komisch. Aber ok, für uns Hunde war das ganz toll, denn wir nutzten die Zeit zum gemeinsamen Spielen, Schnüffeln und Buddeln.

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Auf diese Abende freute ich mich jeden Tag. Aber eines Abends kam die Frieda nicht. Ich lief immer wieder nachschauen, ob sie kommt, aber nichts. Frieda kam nicht. Auch am nächsten Morgen war sie nicht mehr da. Sie war mit ihren Menschen nach Hause gefahren. Das hat mich ganz schön traurig gemacht. Hoffentlich sehe ich sie noch einmal wieder, das wäre toll.

Noch mehr Hunde und noch mehr Abschied

Ich zeige euch mal ein paar der Hunde, die ich dort kennenlernte.

Es waren wirklich ganz tolle Wochen. Am liebsten wäre ich dort geblieben. Aber meine Menschen mussten mit mir nach Hause fahren. Auch ihnen fiel es schwer, Abschied von diesem Ort und von den Hunden zu nehmen. Ein letzter Spaziergang mit meinem Freund und dann stiegen wir in den Kulti. Gerne hätte ich ein paar Tränen verdrückt, aber ich weiß nicht wie das geht.

 

Über die Rückfahrt und was dann noch passiert ist, könnt ihr im Reiseblog meiner Menschen lesen. Ich kann dazu nur sagen: Das Ende der Reise war ganz schön ätzend. Aber den Bericht hat meine Menschin noch nicht geschrieben. Seid gespannt.

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