Fellwechsel – eine haarige Angelegenheit

Auch wenn Hundehalter ohne Kalender leben würden, wüssten sie, wann Frühling und Herbst ist: Die Teppiche sind mit Haaren überzogen, über dem Fliesenboden schweben Haarbüschel und die Kleidung scheint mit Hundehaaren aufgepeppt worden zu sein. Jedes halbe Jahr wiederholt sich die Prozedur: Hund wechselt sein Fell und Frauchen wirbelt mit dem Staubsauger durchs Haus. Der Fellwechsel kann mit regelmäßigem Bürsten oder Kämmen unterstützt werden.

Welche Bürste für welches Fell?
Der eine Hund hat kurzes Fell, der andere langes, der nächste drahtiges. Für jede Fellart gibt es verschiedene Bürsten und Kämme, um die losen Haare zu entfernen.

Kurzhaarige Hunde
Hunde mir kurzem Fell, wie beispielsweise Dalmatiner oder Boxer, werden am besten gestriegelt. Abgestorbene Haare werden mit einem Striegel oder einer Silikonbürste entfernt. Gleichzeitig lässt sich damit Staub und Schmutz herausbürsten.

Langhaarige und stockhaarige Hunde
Hunde mit langen Haaren oder Stockhaar besitzen meistens dichtes Unterfell. Mit Striegel oder Kamm wird die lose Unterwolle herausgeholt. Während des Fellwechsels müssen diese Hunde täglich gebürstet und gekämmt werden. Dies kann beispielsweise mit folgenden Geräten geschehen:

Drahthaarige Hunde
Hunde mit drahtigem Fell sollten zwar ebenfalls regelmäßig gebürstet werden, doch um abgestorbene Haare zu entfernen werden sie getrimmt. Das sollte man einem Hundefrisör überlassen, damit das Zupfen nicht zur Qual wird.

Hunde mit Wollhaar
Meistens ist wolligs Haar gekräuselt, so wie das bei Pudeln der Fall ist. Da das Fell der wollhaarigen Hunde unbegrenzt nachwächst, sollte man diese Hunde regelmäßig scheren lassen. Zwischendurch wird das Fell gebürstet und gekämmt.

Hunde mit seidigem, feinem Haar
Cocker Spaniel und Yorkshire Terrier sind Rassen mit einem seidigen, feinen Fell. Da es leicht zu Verfilzungen kommen kann, sollten die Hunde regelmäßig gekämmt werden. Dabei geht man vorsichtig vor, um Haut und Haare vor Schäden zu bewahren. Naturhaarbürsten eignen sich für die Fellpflege von seidigem Fell. Ebenfalls bietet sich der sogenannte Fellentwirrer an (aber wie gesagt, vorsichtig kämmen!).

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Hilft Baden beim Fellwechsel?
Baden wird an der Dauer des Fellwechsels nichts ändern. Möchtest Du trotzdem Deinen Hund baden, sollte das nicht zu oft geschehen. Das Hundefell besitzt eine natürliche Schutzschicht, den Talg. Besser gesagt, die Talgdrüsen befinden sich in der Haut und sondern das etwas ölige Talg aus. Dies breitet sich dann auf Fell und Haut aus. Diese Schutzschicht dient der Feuchtigkeitsregulation der Haut und wehrt zudem Krankheitserreger ab. Zu häufiges Baden ist somit schädlich für diese Schutzschicht. Ich bade meine Hunde nur dann, wenn sie sich in etwas gewälzt haben, das fürchterlich stinkt und im Fell kleben bleibt.