Die Sache mit dem Hunde-Parfum

Ich gebe mir immer Mühe gut zu riechen und gestern habe ich mir besonders viel Mühe gemacht. Und was passiert? Meine Menschin steckte mich in dieses weiße Becken und anschließend stank ich nach Menschen-Parfum.

Die Welt der Gerüche … davon verstehen Menschen nix

Liebe Hunde, ihr kennt das sicher: Wir kennen uns mit Gerüchen aus, aber die Menschen glauben, sie wüssten besser, was gut und was schlecht riecht. Tsts, was die sich immer einbilden. Gestern hat meine Menschin wirklich übertrieben und mich das erstemal in dieses weiße Becken gesetzt.

Wenn wir unterwegs sind, parfumiere ich mich sehr oft. Ich will schließlich gut riechen, wenn mir ein hübscher Kerl begegnet. Meine Menschin lässt das auch zu, also meistens. Gerne wälze ich mich in Wiesen, aber noch lieber in Algen.

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Gestern waren wir am Meer und während meine Menschin verträumt aufs große Wasser schaute, probierte ich mehrere Stellen aus und versuchte mir ein ganz tolles Parfum auf mein Fell zu bringen. Das schaffte ich auch und wow, roch das super gut. Ich ging auch noch schwimmen und später streichelte mich meine Menschin. Sie rümpfte ein bisschen die Nase und sagte zu ihrem Mensch: Die riecht aber komisch, aber ist bestimmt nur das nasse Fell.

Ich schaute sie an und dachte nur: Nö, das ist das beste Parfum, das ich bisher fand.

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Dann fuhren wir nach Hause. Mein Fell war wieder trocken. Meine Menschin wollte ein bisschen lesen und setzte sich aufs Sofa. Das fand ich toll, denn ich mag es, gemütlich neben ihr zu liegen. Also sprang ich auch aufs Sofa und kuschelte mich an sie. Sie streichelte mich, zog aber dann ihre Hand weg und sagte ganz entsetzt: Baaah, die stinkt nach Fisch!

Ich wedelte, weil ich mich freute, dass meine Menschin mein neues Parfum erkannt hatte. Meine Menschin stand auf, nahm mich hoch und trug mich zu dem weißen Becken.. und setzte mich da hinein. Ich konnte es kaum glauben, denn bis gestern hatten sich immer nur meine Menschen in das Becken gesetzt. Jetzt wurde ich gebadet, so erklärte mir meine Menschin. Sie machte mein Fell nass und rieb mich mit einem wirklich stinkenden Zeugs ein. Sie machte mein Fell erneut nass und ich war im ersten Moment erleichtert, dass sie das Stinkezeugs wieder abwusch. Aber nix da, ich stank weiterhin nach Menschen-Parfum. Boah, war das eklig.

Meine Menschin ließ mich dann in den Garten und ich habe mich ruckzuck im Blumenbeet gewälzt. Es hilft alles nichts. Das Menschen-Parfum klebt an mir wie die Pest.

Menschen-Parfum wieder loswerden

Menschen wissen einfach nicht, dass natürliche Gerüche die besten sind. Fischgeruch ist doch klasse – weiß gar nicht, was meine Menschin dagegen hatte. Jetzt habe ich jedenfalls wieder richtig viel Arbeit, um dieses Menschen-Parfum loszuwerden. Heute Morgen habe ich damit weitergemacht und mich im Gras gewälzt. Ist schon besser geworden und ich hoffe, dass meine Menschen bald wieder mit mir zum großen Wasser fahren. Die Algen sind wirklich gut, um wieder gut zu riechen … und vielleicht habe ich ja Glück und finde wieder so einen Fisch…

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Update 23. Mai 2015

Aas, ich sag nur Aas. Hunde, ich kann Euch nur empfehlen: Wälzt Euch in totes Tier. Am besten mit dem Hals hin und her und nach vorne und nach hinten. Dann bleibt der betörende Duft lange in Eurer Nase. Das Ganze hat aber zwei Nachteile: 1. Sobald man Zuhause ist, wird man geduscht und 2. Streicheleinheiten gibt es erst wieder, wenn das Parfum aus dem Fell verschwunden ist.

Vor wenigen Tagen habe ich so eine Parfum-Stelle entdeckt. Während meine Menschin ihren Kaffee trank, habe ich mich parfumiert. Danach bin ich zu ihr gelaufen und habe mich neben sie gesetzt. Sie lächelte mich an und bemerkte zunächst noch nicht den wahrhaft wunderbaren Duft *kicher*. Dann kraulte sie mich *hihi* und rümpfte auf einmal die Nase. Ihr hättet ihr Gesicht sehen müssen als sie feststellte, was ihre Finger gekrault haben *gröhl*.

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Nun ja, als wir Zuhause ankamen, wurde ich sofort in die Dusche gesteckt und konnte mich anschließend wieder mit diesem Menschenparfum herum ärgern.

Heute schlich ich wieder zu dieser Stelle. Das Gute ist: Von dieser Stelle bis Zuhause brauchen wir mindestens dreißig Minuten. Dreißig Minuten wunderbaren Duft in der Nase zu haben – eine Wohltat. Das Doofe ist: Meine Menschin hat diesmal gesehen, wie ich mich parfumierte. Nun kennt sie die Stelle. Da werde ich wohl nicht mehr ungesehen hinkommen. Mist.

Gekrault wurde ich nicht und sie wollte auch nicht, dass ich mich an sie lehne. Zuhause bin ich direkt in den Teich gegangen. Das ist ja wie ein Bad, aber meine Menschin sah das anders.

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Sie verschwand im Haus und kam mit einer Flasche wieder nach draußen. Eh ich mich versah, wurde ich gewaschen.

Ich bestrafte meine Menschin mit Nicht-Beachtung

Ich bestrafte meine Menschin mit Nicht-Beachtung

Naja, ich habe ich sie ganze zwei Minuten nicht beachtet, denn sie wollte sich wohl bei mir einschleimen und brachte mir ein leckeres Frühstück in den Garten.

Falls Ihr noch Tipps habt, welches Parfum gut riecht: Ich nehme diese Tipps gerne an und probiere sie aus.

 

 

 

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