Testbericht Barf: Motsi probiert Juni-Barf

Normalerweise testet meine Emma Futter. Diesmal erhielt ich eine Anfrage von Juni-Barf und da dieses Futter im gefrorenen Zustand versendet wird und wir in Spanien leben, gab ich die Möglichkeit des Testfutterns weiter. Hier nun der Testbericht von Ulrike Hoffmann und ihrer Hündin.

Fazit zum Testfuttern von Juni-Barf

Vor einigen Tagen bekam ich von Marion eine Mail mit der Frage, ob mein Chow-Mädchen Motsi nicht Lust hätte, ein BARF-Futterpaket von Juni-Barf zu testen. Da meine Hunde schon über viele Jahre „frisch“ gefüttert werden, freute ich mich über dieses tolle Angebot und sagte auch im Namen von Motsi zu. Sie ist letztendlich diejenige, die das Futter testet und ich schreibe hierzu nur den Bericht.

Die Firma Juni-Barf, dessen Testpaket Motsi in den Napf gelegt bekam, sagte mir spontan nichts. Es gibt ja auch mittlerweile einige Hersteller und Anbieter von frischem Fleisch und Fisch für den unterschiedlichsten Geschmack unserer Lieblinge und unseres Geldbeutels.

So – und nun zum Testbericht:

Ein Blick ins Impressum der Homepage von Juni-Barf zeigt den gleichen Inhaber wie das schon seit Jahren in Barf-Kreisen bekannte „Das Tierhotel“.

Innerhalb 3 Tagen erhielt ich von Marion die Nachricht via Mail, dass das Testpaket über 5 kg von Juni-Barf an mich abgeschickt wurde. Anhand der Paketnummer konnte man den Verlauf der Sendung mit verfolgen. Dieses sehe ich als Standard an und sollte auch nicht weiter erwähnt werden.

Was mich erstaunte war die Größe des Paketes. Für 5 kg Inhalt war der Karton von 50x50x40 cm Paket überdimensioniert. Was mich sehr an der Verpackung störte: Sie war einfach viel zu groß für die fünf 1kg- Beutel, die einsam in dieser viel zu großen Styroporverpackung lagen. Die Verpackung soll dem Volumen der Sendung angepasst sein. Auch TK-Versender sollten umsichtig mit unseren Energie- und Rohstoff Ressourcen umgehen.

Testbericht Juni-Barf Testbericht Juni-Barf

Der Inhalt war auch nach den zwei Transport-Tagen noch prima tief gefroren und die kg-Beutel lagen sauber und ohne weiteren Makel in der Styroporkiste.

Testbericht Juni-Barf

Sehr ansprechend fand ich das persönliche Anschreiben.

Eine kurze Vorstellung von Juni-Barf, was barfen  bedeutet, mit welchen Tierärzten „Fette Beute“ entwickelt wurde und welche Rohstoffe verarbeitet wurden. Laut dieses Schreibens werden alle Rohstoffe aus EU-zertifizierten Betrieben bezogen. Ein BIO-Siegel ist nicht erwähnt oder aufgeführt.

Die aufgedruckte Abfüllmenge war korrekt angegeben. Jeder Beutel beinhaltet sogar etwas mehr als die 1.000 g

Eine Perforierung zum einfachen Öffnen der jeweiligen Tüte oder ein Zip-Verschluss der Kunststoffbeutel ist nicht vorhanden. Kein Problem, mit einer Schere kann man die Tüten relativ gut öffnen. Der mitgelieferte Frischhalte-Clip zerbrach gleich beim ersten Versuch, die geöffnete Tüte wieder zu verschließen.

Die einzeln entnehmbaren Taler wiegen zwischen 19g und 23g pro Stück und sehen im gefrorenen Zustand sehr appetitlich aus.

Ein Blick auf die Verpackung nach der Angabe, welches Fleisch und Gemüse zu diesen Talern verarbeitet wurde und nun in den Napf und Motsis Magen kommen,  konnte ich selbst nach längerem Studium der Beutel nicht finden.

Es ist nur eine ungefähre Beschreibung des Inhaltes angegeben, wie z.B. Rind, Hähnchenhälse, Obst/Gemüse. Ein genaues Verhältnis der verarbeiteten Fleisch- und Gemüsearten sucht man vergeblich.

Testbericht Juni-Barf

Diese Angabe sollte m.E. zwingend auch bei einem Fertigbarf-Produkt angegeben sein, da viele Hunde mit dem klassischen Verhältnis 80% tierische Produkte – 20% pflanzlichen Anteile  zu viel an Fleisch und Fleischnebenprodukten in den Napf gelegt bekommen.

Es ist nicht ungewöhnlich und die ein oder andere Studie haben dies auch schon bestätigt, dass Hunde  im Verhältnis 1/3 zu 1/3 zu 1/3 (1/3 tierischen Ursprungs, 1/3 Gemüse, 1/3 Kohlenhydrate) ernährt werden sollten.

 

Für Motsis nächste Mahlzeit wurden einige Taler in den Napf gelegt, die auch im aufgetauten Zustand nach Talern aussahen.

Testbericht Juni-Barf

Den Geruch der Taler empfand ich persönlich als neutral, geschmacklich habe ich es keiner Probe unterzogen.

Allerdings riecht für mich frisches Fleisch vom Metzger angenehmer.

Motsi fand keinen Unterschied zu ihrem sonstigen Napfinhalt und ihre Schüssel war in der gewohnten Geschwindigkeit leer gefressen.

 

Nach zwei Tagen „Fetter Beute“- Mahlzeit fing Motsi an, sich an den Vorderpfoten an zu beißen. Ein Zeichen für mich, dass zu viel Fleischerzeugnisse gefüttert wurde. Schnell wurde die „Fette Beute“ entspeckt indem ich 1/3 Kohlenhydrate und etwas Gemüse untermischte. Nach wiederum zwei Tagen war der Juckreiz so schnell weg, wie er gekommen war.

 

Mein Fazit:

An Motsi‘s Napfinhalt wird sich momentan nichts ändern.

Dennoch wird die Juni-Barf Mahlzeit mit dem einen oder anderen Beutel einen Platz in meiner Tiefkühltruhe bekommen.

Es gibt immer wieder Situationen, in denen man schnell etwas auftauen muss oder anderen Menschen es nicht zumuten möchte, mit frischem Pansen, Blättermagen oder ähnlichem zu hantieren, damit Frau Hund satt wird.

Juni-Barf

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